Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 1. (1898)

Die Fuss-Truppen - I. Infanterie - Die Infanterie-Regimenter Nr. 1-102.

— 178 — 22. Mai bei Vertheidigung von Aspern aus und erwarben sich ßegiments- Conimandant Oberst Watlet und, nach dessen Verwundung, Major Chevalier de Mesemacre, dann Hauptmann Dagrado, Commandant des 4. Bataillons, die Anerkennung des Generalissimus Erzherzog Carl. In der Schlacht hei Wagram nicht zur Action gekommen, focht das Regiment noch bei Schön­graben und am zweiten Scblachttage von Znaym. Die Grenadiere (Bataillon Legrand) waren in Bayern wenig in das Gefecht gekommen, kämpften aber mit Auszeichnung bei Aspern, Wagram (6. Juli) und bei Znaym (10. Juli). 1812 war das 2. Bataillon, Major Chevalier Mesemacre, im Auxiliar- Corps des FM. Pürsten Schwarzenberg eingetheilt und kambeiKartuszkaja-Bereza, Signiewiczi, bei Mokrany und Stara Wizwa in das Feuer. In dem Gefechte bei Wiczulky hat sich das Bataillon mit Bravour durch die dasselbe um­zingelnde russische Cavallerie durchgeschlagen, der Commandant, sowie mehrere Officiere belobt. 1813 das Regiment (2. und 3. Bataillon, das 1. in Theresienstadt ver­blieben) in der Schlacht bei Dresden und in jener bei Kulm mit Aus­zeichnung gefochten, ebenso bei Arbesau. In der Schlacht bei Leipzig hatten am 16. October nur die Grenadiere (Bataillon Portner) Gelegenheit sich bei Wachau auszuzeichnen, am 18. kämpften diese, sowie das Regiment, bei Dölitz. In diesem Feldzuge haben sich Hauptmann Ringelsheim, welcher aussertourlich zum Major befördert wurde, Oberstlieutenant Carl Graf Laugier und sechs Officiere besonders hervorgethan. 1814 war das Regiment in dem Gefechte bei Maison blanches und Ma9on und erwarb sich in jenem bei St. Georges-Villefranche vielfache Anerkennung, dann noch hei Limonest. Das aus Böhmen nachgerückte 3. Bataillon an der Belagerung von Hüningen ehrenvollen Antheil genommen, Major Graf Orlandini belobt. Die Grenadiere den Einzug in Paris mitgemacht, jedoch nicht in das Feuer gekommen. 1815 nur die Grenadiere bei der operierenden Armee, ohne Gefecht. 1821 nach Piemont gerückt, kam das Regiment nicht in das Gefecht. 1835/36 in Croatien stationiert, nahmen kleinere Detachements, am Cordon gegen die Türkei stehend, an den Gefechten bei Kladusa und Jzacic theil. Hartmann. 1848 fochten die Grenadiere (Bataillon Gaus) bei der Ein­nahme von Wien, Erstürmung der Barricaden in der Jägerzeile; dann in Garnison in Wien geblieben. Das 1. Bataillon im Corps Simunich in den Gefechten bei Nádas, Jablonic, Lieszko, der Einnahme von Tyrnau, dann bei der Cernierung von Leopoldstadt; das 2. Bataillon im Corps Schlik in den Gefechten bei Budamér und Szikszó; das 3. Bataillon bei Bewältigung des Aufstandes in Lemberg mit­gewirkt; das Landwehr-Bataillon als Besatzung nach Verona gerückt. 1849 das 1. Bataillon bei der Cernierung von Komorn, Gefecht am Waag- Brückenkopf, eine an der Waag detachierte Division in den kleinen Gefechten bei Schemniiz und Varin; das 2. Bataillon mit Auszeichnung in dem Treffen bei Kaschau, Gefechte bei Szántó, Tarezal, Keresztúr, Tokaj, Hidas-Németi, ferner in der Schlacht bei Kápolna, den Gefechten bei Poroszló, Hatvan, Gödöllő (Isaszeg), in welchem es seinen Commandanten Major Baron Piattoli verlor; eine Compagnie (die 7.) endlich in dem Gefechte am Rákos; das 3. Bataillon, in der Brigade Barco zur Sicherung der galizischen Grenze gegen Ungarn verwendet, überfiel die Insurgenten bei Toronnyá undNovoszelica, nahm theil an dem Gefechte bei Munkács und rückte dann in die Schütt, wo sich nunmehr im Sommer-Feldzuge das Regiment, da auch der Stab aus Lemberg dahin verlegt worden war, vereint befand. Es nahm an der Einnahme von Raab, den beiden Schlachten vor Komorn ehrenvollen Antheil, dann im 1. Corps Schlik an dem Gefechte bei Dreispitz, endlich der Einnahme von Lippa. Das Landwehr-Bataillon war Ende 1848 nach Tyrol gerückt, wo es wiederholt seine Stationen wechselte und meist Besatzungs-Dienst versah.

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