Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 1. (1898)

Die Fuss-Truppen - I. Infanterie - Die Infanterie-Regimenter Nr. 1-102.

- 168 — 1709 unternommenen Verproviantierung von Grosswardein (Treffen am Királyhágó). 1710 obige zwei Compagnien bei der Belagerung und Einnahme von Neuhäusel. 1716 mit drei Bataillonen in der Schlacht hei Peterwardein sich tapfer gehalten, dann Belagerung und Sturm auf die Palanka von Temesvár. 1717 ein Bataillon und die Grenadiere in der Schlacht bei Belgrad, ein Detachement in der Vertheidigung von Mehadia. Hildburghausen. 1734 auf dem Kriegs-Schauplatze in Italien focht das Regiment bei Parma, Quistello und Guastalla mit bedeutenden Verlusten. 1734/35 eine Abtheilung die standhafte Vertheidigung von Mirandola mitgemacht, woselbst Obrist Stentsch, der frühere Commandant des Regiments, den Befehl führte. 1742 aus dem Toscanischen, wo das Regiment seit 1737 stand, zu der Armee Khevenhüller’s in Ober-Oesterreich gerückt, war dasselbe hei der Einnahme von Linz und München, hei Hilgertsberg und in dem Gefechte bei Plattling. 1743 war es in dem Gefechte bei Simbach und bei Wegnahme des Brückenkopfes von Braunau, dann hei der Erstürmung von Deggendorf. 1744 Feldzug am Rhein, Gefecht bei Weissenburg; die Grenadiere im Corps Daun (33 Grenadier-Compagnien) in dem Gefechte bei Reschwoog. 1745 in Bayern, Erstürmung von Vilshofen, Gefecht bei Pfaffenhofen. 1746 ein Bataillon unter Obristlieutenant Baron Biilow auf dem Kriegs­schauplätze in Italien (das Regiment stand in Inner-Oesterreich) bei dem Zuge in die Provence, Forcierung des Ueherganges über den Var; bei Besetzung von Ste. Marguerite sich ausgezeichnet gehalten. 1747 war dieses Bataillon bei der Belagerung von Genua, 1748 bei der Vorrückung an der Riviera. 1756 mit zweiFeld-Bataillonen und zwei Grenadier-Compagnien bei der ope­rierenden Armee eingetheilt, focht das Regiment in der Schlacht bei Lobositz, 1757 in jener bei Prag, wo sich die Grenadiere unter Obrist Guasco be­sonders ausgezeichnet und kam dann als Besatzung in diese Festung. Nach Aufhebung der Belagerung von Prag durch die Preussen, nahmen die Grena­diere an der Einnahme von Gabel theil, das Regiment an dem Gefechte bei Masselwitz und der Schlacht bei Breslau; bei dem Rückzuge der Armee nach der unglücklichen Schlacht bei Leuthen hielt es mit den jetzigen Regimentern Nr. 36 und 15 die Brücke über die Schweidnitz. Ein Detachement von 200 Mann die Belagerung von Schweidnitz mit­gemacht. Reginrents-Commandant Obrist Baron Bülow, zum Commandanten von Liegnitz ernannt, erhielt für die glänzende Vertheidigung dieses Platzes den MTO. 1758 war das Regiment bei dem Ueberfalle auf Hochkirch und erwarb sich Regiments-Commandant Oberst Freiherr von Treys den MTO. Das 3. (Garni- sons-)Bataillon bei der Vertheidigung von Olmütz. 1759 anfänglich bei der Reichs-Armee (Gefecht hei Wasungen), später bei jener Daun’s eingetheilt, focht das Regiment mit Auszeichnung bei Meissen und Maxen. 1760 standen die Grenadiere im Bataillon Kokorzowa und waren an einigen zum Entsätze von Dresden unternommenen Actionen betheiligt (Ge­fecht bei Fischhaus, Ueberfall der Wilsdrufer Vorstadt); das Regiment focht in der Schlacht bei Torgau, ebenso wieder die Grenadiere, die auch vorher bei Kunzendorf in das Feuer gekommen waren. Das 3. (Garnisons-) Bataillon von Olmütz zum Corps Loudon eingetheilt, die Belagerung von Glatz mit­gemacht. 1761 stand das Regiment in Sachsen, ohne an einer Action theilzunehmen. 1762 kam das Oberst-Bataillon und die Grenadiere bei Altenbui'g in das Feuer, das Regiment nahm an den Kämpfen bei Dippoldiswalde, Henners­dorf und, der Reichs-Armee zugetheilt, an der Schlacht bei Freiberg theil.

Next

/
Thumbnails
Contents