Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 1. (1898)

Die Fuss-Truppen - I. Infanterie - Die Infanterie-Regimenter Nr. 1-102.

Mährisches Infanterie-Regiment. (1854) Ergänzungs - Bezirks - Commando: Brünn. (1890) Carl Stephan, Erzherzog, Contre-Admiral. Errichtung und nachgefolgte Veränderungen. 1642 als Öberöster­reichisches Land-Regiment zu fünf Compagnien in Linz aufgestellt1); laut Patent vom 22. November in kaiserlichen Dienst übernommen, auf zehn Compagnien (1E00 Mann) completiert. 1646 wurde das Regiment Knöring demselben incorporiert, ebenso zwei Compagnien eines in Schlesien reformierten Regiments2); 1648 durch das auf­gelöste Holzapfel’sche Regiment completiert; endlich 1649/50 diePrei-Compagnien Zinzendorff und Warasiner incorporiert. 1651 gab das Regiment zwei Compagnien zur Ergänzung der deutschen Frei-Compagnien in Neuhäusel ab, 1656 fünf Compagnien zur Errichtung des Regiments Wallis; 1657 je eine Compagnie zu den aufzustellenden Regimentern Speyer und Beltin3), sowie 300 Mann an Spanien überlassen; ergänzte sich durch Werbung auf zehn Compagnien. 1660 das aufgelöste Regiment Montevergues incorporiert. 1664 erhielt das Regiment als Ersatz für die bei der Vertheidigung von Neuhäusel erlittenen Verluste 700 Mann (vier Compagnien), welche GFWM. de Mers in Schlesien angeworben hatte4); 1672 erneuert 200 Mann an Spanien überlassen. 1679 wurden zwei Compagnien des aufgelösten Regiments Stadl incorpo­riert; 1682 500 Mann zu Mansfeld (Nr. 24), 1685 300 Mann zu Wallis (Nr. 47)5), 1688 500 Mann zu Leslie (Nr. 36) und Salm (1809 aufgelöst), endlich 1690 fünf Compagnien an das Regiment Salm (1809 als Nr. 45 aufgelöst) abgegeben6), hiefür aber 1000 Land-Recruten aus Böhmen eingetheilt. 1700 wurde das Regiment durch Theile der aufgelösten Regimenter Württemberg-Mömpelgard und Pálffy-Hayducken completiert7). 8. *) Oberösterreichisches Landes-Archiv. Annál 86. Fol. 27. a) Welchem Regimente diese angehörten, lässt sich nicht genau feststellen. 3) K. A.. H. K. R. 1656 und 1657 Prot. Reg. Fol. 278, beziehungsweise 233. 4) K. A., F. A. 1664, II, 21 (siehe auch Geschichte des Infanterie-Regiments Nr. 11, dessen Inhaber damals GFWM. de Mers war). 5) Ursprünglich für Beckli (Nr. 59) bestimmt. Alle vorangeführten Transferierungen erfolgten aus dem Grunde, weil das Regiment an dem Türkenkriege nicht theilnahm, sondern ständig in Philippsburg lag, wo es leicht in der Lage war, sich durch Werbung zu completieren; auch wurde nicht immer alte Mann­schaft. sondern auch Recruten abgegeben. 7) Das Regiment war nach dem Carlowitzer Frieden, als im Stande sehr herabgekommen, zur Auflösung bestimmt (K. A., H. K. R. 1700, Prot. Reg. Fol. 71); diese Verfügung wurde später dahin abgeändert, dass der Inhaber. GFWM. Lap a ezek, dieser Würde enthoben, das Regiment dem FML. Grafen Pálffy verliehen und durch Theile aufgelöster Regimenter wieder auf den vorgeschriebenen Stand gebracht wurde. n*

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