Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 10. (Neue Folge, 1898)

Hauptmann Veltzé: Der schriftliche Nachlass des Feldmarschalls und General-Lieutenants Raimund Fürsten Montecuccoli - I. Militärische Schriften

und Generallieutenants Raimund Fürsten Montecuccoli. 209 Correcturen hervorgeht, unter seiner Aufsicht gemachten Copie der gleichfalls im Kriegs-Archive erliegenden Handschrift stützt, auch der erste Entwurf nicht eingesehen wurde, da hei allen diesen unter dem Titel von Montecuccoli’s Hand die Jahreszahl 1670 steht, beim letzteren sogar bemerkt wird: „Meine drei Bücher Uber den Krieg geschrieben 1670.“ Dies stimmt auch vollkommen mit der Altersangabe überein, da sein Geburtsdatum der 21. Februar 1609 ist und er bei der Annahme, dass die Fertigstellung, beziehungsweise Ueberreichung in den letzten Monaten des Jahres 1670 stattfand, jedenfalls schon guten Grund hatte, sich 60 Jahre alt zu nennen; umgekehrt resultiert wieder aus den beiden Thatsachen, dass die Arbeit that- sächlich Ende dieses Jahres überreicht worden sei. Die in einigen älteren Ausgaben dieses Werkes beigesetzten Zeichnungen fehlen in sämmtlichen Handschriften, sie finden sich nur in dem ersten Entwürfe (Kr. A.) sozusagen im Concepte; sie müssen aber gewiss auch in anderer Form vorhanden gewesen sein und sind im Laufe der Zeit wahrscheinlich verloren gegangen; dagegen fehlen in allen Druckwerken die schon besprochenen Festungspläne. Mit Rücksicht auf die oftmalige Herausgabe dieser Arbeit sei hier auf eine Besprechung und Würdigung derselben ver. zichtet und diesbezüglich auf die trefflichen Auseinandersetzungen Bancalari’s hingewiesen 1). Hiezu gehören auch mehrere lose Blätter, betitelt: „Aggiunta al trattato della guerra col turco.“ (Zusatz zur Abhandlung über den Türkenkrieg.) Ohne Datum (1670). O. (Kr. A. 1670, XIII. 12.) Italienisch und lateinisch. Enthalten allgemeine taktische Regeln, Bemerkungen über Anlage und Vertheidigung fester Plätze, über Schlachtordnung und Kampfweise der Türken; bemerkenswerth sind nur Auszüge aus den, dem kaiserlichen Gesandten bei der hohen Pforte gele­gentlich dessen Abreise von Wien 1616 vom König Matthias er- theilten Instructionen und der darauf 1617 erfolgten Relation, endlich aus den demselben Gesandten 1620 zugekommenen Ver- haltungsmassregeln. 0 Organ d. militär-wissenschaftl. Vereine. XXII, Wien 1881. p. 148 ff. Mittheilungen des k. und k. Kriegs-Archivs. Neue Folge. X. 14

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