Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 8. (Neue Folge, 1894)

FML. Freiherrn von Sacken: Das österreichische Corps Schwarzenberg-Legeditsch. Beitrag zur Geschichte der politischen Wirren in Deutschland Ende 1849-1851

62 Sacken. wollen. leli glaube in dieser Beziehung’ nicht nachstehen zu dürfen und werde daher erst Nachmittag um 2 Uhr in Fulda einrücken, um in keiner Weise den Truppen unter Euer Excellenz Befehl bei ihrem Abmarsch von Fulda lästig zu sein. Euer Excellenz haben die Güte, mich zu benachrichtigen, dass die Arrieregarde nicht scharf geladen haben würde, ich erlaube mir darauf zu erwiedern, dass bei meinem Vormarsch die Cavallerie der Avantgarde die Säbel versorgt und die Jäger die Bajomiette nicht aufgepHanzt hatten, die Gewehre aber erst danu geladen wurden, als bereits 5 brave Soldaten des k. k. öster­reichischen 14. Jäger-Bataillons durch Schüsse schwer verwundet zu Boden gesunken waren. Ich war selbst an der Spitze der Avantgarde und verbürge diese Erklärung mit meinem Ehrenworte. In Beziehung auf die Etapenstrasse werde ich mich voll­kommen nach dem Euer Excellenz bezeichneten Massstabe ein­richten und wenn ich bei meinem Vormarsch nach Cassel genöthigt sein werde, die Etapenstrasse der königl. preussischen Truppen zu durchschneiden, so werden die Truppen unter meinem Commando an keinem Orte der Etapenstrasse anhalten, sondern dieselbe so schnell als möglich überschreiten, umso mehr, als mir Alles daran gelegen sein muss, die Thätigkeit des Herrn Bundes-Commissärs, die erst in Cassel in ihre volle Wirksamkeit treten kann, mit der materiellen Gewalt zu unterstützen.“ GL. Graf v. d. Groben an G. d. C. Fürsten Thurn und Taxis. Fulda, den 8. November 1850. „Euer Durchlaucht gefällige Erwiderung gibt meiner un­erschütterlichen Hoffnung auf eine nahe Aussöhnung unserer Brüderstämme neue Nahrung. Aber es liegt auch in unserer Hand, diesen Zeitpunct zu verschieben oder schneller herbeizuführen. Nach einem erneuert mir zugegangenen Befehl soll ich mich auf der Etapenstrasse von Hersfeld aufstellen. Ebenso ist Cassel von meinen Truppen besetzt. Dass Sie dahin wollen und nach der Aufgabe des Grafen liechberg dahin müssen, ist mir persönlich vollkommen begreiflich, aber als Soldat darf ich Sie ohne höheren Befehl nicht durchlassen.

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