Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 8. (Neue Folge, 1894)

FML. Freiherrn von Sacken: Das österreichische Corps Schwarzenberg-Legeditsch. Beitrag zur Geschichte der politischen Wirren in Deutschland Ende 1849-1851

Das österreichische Corps Sehwarzenberg-Legeditscli. 147 und den energischen Massrogcln, zu welchen sich Legeditsch gege­benenfalls gezwungen gesehen, an Bedeutung. Dieser beantwortete das Schreiben in gleich herzlicher Weise und fügte die wärmsten Dankesworte für die gastfreundliche Aufnahme, welche den k, k. Truppen in Hamburg geworden, bei. Die Abreise des Corps-Commandanten von Altona war für den 26. Februar festgesetzt. Der Generalstabs-Chef Oberst von Henikstein hatte aber so lange in Altona zu verweilen, bis die Ueberschiffung der Truppen über die Elbe beendet war, um etwa dabei entstehende Schwierigkeiten .sofort zu behoben oder unbedingt nothwendige Aenderungen in der Marsch-Disposition einzuleiten. Sodann hatte sich Oberst Henikstein zur Colonne des GM. Schiller und weiters nach Dresden zu verfügen, um dem Könige speciell den Durchmarsch der Truppen zu notificieren und die Details wegen des Durchmarsches derselben durch Dresden festzustellen. Einer der letzten Acte, welche FML. von Legeditsch in Altona ausfertigte, war ein Bericht an Se. Majestät den Kaiser, worin jene Militär- oder Civil-Functionäre, welche sich während des Auf­enthaltes der k. k. Truppen in Holstein besondere Verdienste um dieselben erworben hatten, zu einer Allerhöchsten Auszeichnung in Vorschlag gebracht wurden. *) Dieser Antrag wurde durch Berichte an den Minister-Präsi­denten Fürsten Felix Schwarzenberg und an das Kriegs-Ministerium unterstützt. Ferner richtete FML. von Legeditsch Dankes-Schreiben an die k. k. Gesandten und Bevollmächtigten bei jenen Regierungen, mit welchen das Corps entweder in diplomatischen oder militärischen Wechselbeziehungen gestanden war; vor Allen an FML. Freiherrn von Prokesch in Berlin und den Grafen Lützow in Hamburg, welche mit besonderem Erfolge und in nachhaltigster Weise im Interesse der k. k. Truppen wirkten. Ein Gleiches geschah gegen­über den Militärs, Beamten und Würdenträgern, welche dem Corps persönlich Dienste geleistet hatten. Bei diesem Anlasse mag erwähnt *) Ein ähnlicher Antrag wurde nach dem Eintreffen des Corps-Comman­danten in Hamburg, bezüglich solcher Persönlichkeiten, welche sieh während des Aufenthaltes des Corps in Bayern, dann beim Marsche desselben nach Holstein verdient gemacht hatten, an Se. Majestät gestellt und ihm auch Folge gegeben, 10* \

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