Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 8. (Neue Folge, 1894)
FML. Freiherrn von Sacken: Das österreichische Corps Schwarzenberg-Legeditsch. Beitrag zur Geschichte der politischen Wirren in Deutschland Ende 1849-1851
Das österreichische Corps Schwarssenherg-Legcditseh. 143 Oesterreich vollzog', erwähnt werden, nur, weil diese dem Corps- Commando kurz durch einen Erlass der Militär-Kanzlei des Allerhöchsten Armee-Ober-Commando s notificiert wurde und Graf Lützow den bezüglichen Erlass des Fürsten Felix Schwarzenberg in Abschrift übersandte. In militärischer Beziehung hatten sich beim Corps einige Aenderungen in der Ordre de bataille und Dislocation als noth- wendig herausgestellt. Dieselben waren geboten durch den Umstand, dass bei Eintritt der rauhen Jahreszeit sich viele Quartiere und noch mehr Stallungen als nicht geeignet erwiesen. Auch waren Rücksichten auf die taktische Ausbildung dabei massgebend. In Folge Erkrankung des GM. Görger musste dieser einen langen Urlaub antreten und GM. von Schiller wurde zur Uebernahme der Brigade bestimmt. Auch der ungemein thätige, rührige Major Meisrimmel war in Folge der vielfachen, anstrengenden Dienstleistung, namentlich jener während der rauhen Jahreszeit, ernstlich erkrankt und wurde an seine Stelle Hauptmann Krziscb des General-Quartiermeister-Stabes berufen. Noch sei erwähnt, dass bei der Alternierung des Festungs- Commando’s in Rendsburg der k. k. GM. von Signorini mit den k. preussischen Generalen von Knoblauch, Graf Schlieffen und von Kropf in dem Commando abwechselte. DER RÜCKMARSCH. Die Würfel waren noch vor der Jahreswende gefallen und Holstein im Einverständniss mit den Grossmächten und dem deutschen Bunde an Dänemark überantwortet. Sonach war keine Ursache eines längeren Yerweilens des k. k. Occupations-Oorps in diesem vollständig pacificierten Lande vorhanden. Es handelte sich nur noch um den Termin der Räumung, respective der formellen Besitzergreifung Holsteins durch den König von Dänemark. Am 6. Februar 1852 langte der k. k. Oberst des General- Quartiermeister-Stabes von Rüsgen aus Wien in Altona ein und überbrachte ein Befehlschreiben Sr. Majestät des Kaisers vom