Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 7. (Neue Folge, 1893)
Major Hausenblas: Oesterreich im Kriege gegen die französische Revolution 1792 (Fortsetzung im VIII. Bande)
■- ■ - -- ' 0 Siehe Tafel XI. Der Train bricht den 13. 3 Uhr Früh, nebst der Reserve- Artillerie und den Laufbrücken auf, um an diesem Tage (über Dürkheim) nach Leiningen zu marschieren. Am 14. fährt der Train um 3 Uhr früh ab nach Kaiserslautern. Das Hauptquartier bricht am 13. um 2 Uhr Nachmittags auf. Die Avantgarde und die Armee sind beim Aufbruch aus dem Lager mit Brod und Hafer bis inclusive 16., mit Heu bis inclusive 15. versehen, den 14. wird in Kaiserslautern Heu bis inclusive 18. empfangen. Den 17. wird Brod, Hafer und Heu inclusive 20. in Homburg gefasst. Allen in der Kategorie Löhnung stehenden Parteien wird an diesem Tage das Brodgeld bis inclusive 24. die Portion zu 4 Reichs-Kreuzer verabfolgt. Erbach bezieht am 13. das Lager bei Dudenhofen vor Speyer mit 7 Bataillonen, 6 Escadronen.“ Entsprechend dieser Disposition gelangte die Vorrückung am 14. zur Ausführung.1) Die grosse Rast wurde bei Hochspeyer gehalten und rückte die Cavallerie um 12 Uhr Mittags, die Infanterie aber erst um 6 Uhr Abends im Lager bei Kaiserslautern ein (35 7cm). Prinz Waldeck mit der Vorhut war sofort nach dem Eintreffen der Cavallerie Uber Landstuhl nach Homburg vorausgeeilt. Ueber den Gegner erfuhr man, dass 7000 Mann unter Kellermann bei Weissenburg und ebensoviel unter Biron bei Lauterburg stünden und dass in Landau bei der Annäherung der Kaiserlichen grosse Verwirrung geherrscht habe. Von den gegen die Saar ausgesendeten Patrouillen waren keine Nachrichten eingelaufen. Am 15. und 16. August wurde in Kaiserslautern gerastet, um das Eintreffen des Trains abzuwarten, der auf den schlechten Wegen nur langsam vorwärts kam. Fürst Hohenlohe erhielt von dem Herzoge von Braunschweig die Mittheilung, dass die Garnison von Saarlouis durch 1700 Mann verstärkt worden sei und ehestens einen weiteren Zuwachs erhalten werde, „so dass eine Unternehmung auf diesen Ort nicht mehr wird statthaben können.“ Auch schrieb Braunschweig, dass er das Eintreffen Hohenlohe’s nicht mehr abwarten und an die Maas vor- riicken werde, da die Lage Ludwig XVI. seit dem 10. August be-