Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 7. (Neue Folge, 1893)

Major Hausenblas: Oesterreich im Kriege gegen die französische Revolution 1792 (Fortsetzung im VIII. Bande)

■ berauben und den schon durch die demokratischen Grundformen, der Constitution wankend gewordenen Thron vollends niederzu­werfen. Das war die Stimmung in Frankreich, als die verbündeten Heere in der zuversichtlichen Erwartung die Grenzen überschritten, dass ihnen der Sieg über die französischen Heere ebenso wenig schwer fallen werde, als die rasche Unterdrückung-der revolutio­nären Bewegung. Vormarsch der Verbündeten an die Maas. Im Sinne der in Mainz getroffenen Verabredungen sollte dem Operationsplane entsprechend, der Vormarsch der Verbündeten Ende Juli beginnen. Die Armeen beider Mächte waren zu dieser Zeit zwar noch nicht vollständig operationsbereit, die politische Lage, sowie die vorgerückte Jahreszeit duldete jedoch keinen längeren Aufschub.1) Der Vormarsch der preussischen Armee gestaltete sich wie folgt :2) Zur Aufklärung und Sicherung des Marsches wurden 2 Cavallerie-Corps und eine starke, zumeist auch aus Cavallerie bestehende Vorhut bestimmt und zwar: Generalmajor von Eben mit 10 Escadronen, 2 Bataillonen und einer halben reitenden Batterie brach am 28. Juli von Polch auf, marschierte am 29. über Kaiseresch nach Hontheim, am 30. nach Wittlicli, blieb am 31. hier stehen, rückte sodann am 1. August nach Bruch, überschritt am 2. die Kill und marschierte bis zum 4. über Bitburg und Trierweiler nach Graevenmachern; Generalmajor von Köhler, mit einem in gleicher Weise zusammengesetzten Corps' zur Vorrückung am rechten Mosel-Ufer bestimmt, sammelte seine Truppen am 29. Juli bei Udenhausen, rückte am 30. bis Castellaun, am 31. nach Capell, am 1. August nach Stumpfenthurm (südlich Berncastel) rastete hier am 2., setzte J) Da es nur Aufgabe der vorliegenden Arbeit ist, den Antheil der kaiserlichen Truppen an dem Feldzuge 1792 zu schildern, so werden die Vorgänge bei der preussischen Armee, sowie die Ereignisse, an welchen preussische und hessische Truppen allein betheiligt waren, nur insoweit behandelt werden, als dies zur Her­stellung des Zusammenhanges unbedingt nöthig ist. 2) K. A. 1792; VH, 102.

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