Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 7. (Neue Folge, 1893)

Major Hausenblas: Oesterreich im Kriege gegen die französische Revolution 1792 (Fortsetzung im VIII. Bande)

102 Hausenblas. entsendete am JSO. August blos 5 Escadronen und ungefähr 200 Mann Infanterie1) unter General Miaczynski gegen Stenay und blieb mit seinem Gros bei Mouzon stehen. Am 31. August schob Dillon noch einige Escadronen (3. und 11. Chasseur - Regiment) nach Stenay vor, mit denen er persönlich in der Richtung auf Iuvigny recognoscierte. Es kam an diesem Tage zum Gefechte mit den Vortruppen Clerfayt’s, welches mit dem Rückzuge Dillon’s bis Mouzon und der Besetzung Stenay’s durch die Kaiserlichen endete. Der Weg nach Grand-Pré stand den letzteren nun offen, doch blieb Clerfayt vorläufig bei Stenay stehen, da ihm von Braun­schweig nur die Erreichung dieses Punctes, sowie die Deckung der Cernierung von Verdun gegen Sedan und Montmédy aufge­tragen worden war. Das Stillestehen Clerfayt’s kam Dumouriez zugute. Ohne Kenntniss von dem ungünstigen Ausgange des Gefechtes bei Stenay war er am 1. September früh mit ungefähr 12.000 Mann aufge­brochen und in der Absicht von Sedan nach Mouzon marschiert, daselbst zu nächtigen. Die schwere Artillerie und die Trains blieben in Sedan zurück und sollten auf einem weiter westlich gelegenen Wege am nächsten Tage nachrücken. General Chazot mit 2 bis 3000 Mann war zur Deckung dieser Colonne bestimmt. Als Dumouriez in Mouzon jedoch seine Vorhut einholte und erfuhr, dass die Oesterreicher Stenay besetzt hatten, marschierte er, Dillon gegen Beaumont vorschiebend, noch an demselben Tage in die Gegend von Yoncq. Am 2. September rückte Dillon nach St. Pierremont, Dumouriez nach la Berbere, Chazot kam nach la Neuville-h-Maire; am 3. erreichte die linke Seitenhut Cornay und Marcq, die Haupt- Colonne Beffu (bei Grand-Pré), ein Detachement derselben unter General Stengel St. Juvin und die Trains trafen in Briquenay ein. Am 4. September vereinigte Dumouriez 16 Bataillone, 21 Es­cadronen und einige leichte Truppen in einer Stellung am linken Ufer der Aire mit dem rechten Flügel bei Marcq, dem Centrum bei Chevieres, dem linken Flügel bei Grand-Pré, wohin auch das Hauptquartier verlegt wurde. Der Artillerie-Park stand in Senuc. Die Vorposten auf dem rechten Ufer der Aire waren in einem Die Frei-Compagnie Ransonnet und eine Grenadier-Compagnie.

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