Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 6. (Neue Folge, 1892)
Hauptmann Hausenblas: Oesterreich im Kriege gegen die französische Revolution 1792 (Fortsetzung im VII. Bande)
114 Hausenblas. Kanonen stellte der Feind sein Feuer ein und zog sich auf die Höhen bei Ethe zurück. Der Verlust der Oesterreicher belief sich auf 5 bis 6 Husaren, jener der Franzosen war grösser, sie Hessen auch den General-Adjutanten Lafayette’s, Desmottes, auf dem Platze. Die grosse Zahl von Truppen, welche die Franzosen bei diesem Gefecht gezeigt hatten, veranlasste nun den FML. Schröder, das bei Arlon gestandene Detachement nach Strassen in nächster Nähe Luxemburg’s zurückzunehmen, da er es ohne zwingenden Grund einem überlegenen Angriffe nicht aussetzen wollte. Lafayette, den es immer wieder nach Sedan zog, um hier an der kürzesten Strasse nach Paris zu stehen, machte keine weiteren Versuche, gegen Arlon vorzudringen. Er gab jetzt sechs Bataillone und 5 Escadronen an die Centrum-Armee ab, um Luckner diejenigen Truppen zu ersetzen, mit welchen Dumouriez zu ihm hätte stossen sollen *) und marschirte über Montmédy, daselbst 2000 Mann unter General Ligneville zurücklassend, nach Vaux zwischen Mouzon und Carignan, wo er ein Lager bezog. * 2) Der Zeitpunct war gekommen, in welchem die am Rheine versammelten Armeen der Verbündeten die Offensive gegen Frankreich beginnen sollten. Von den in den Niederlanden stehenden Oesterreichern hatte, dem Operationsplane gemäss, ein Corps von 14.000 Mann unter FZM. Clerfayt gemeinschaftlich mit der preussisclien, über Trier gegen Longwy vorgehenden Armee zu operiren und gleichzeitig mit dieser vor Longwy zu erscheinen. Zu diesem Corps wurden nebst den 4 Bataillonen, 8 Escadronen und 6 Reservegeschützen des GM. Smalcers (bei 6000 Mann) noch weitere 6 Bataillone, 6 Jäger-Compagnien, 4 Escadronen, ein Pionnier-Detachement mit 4 Laufbrücken, 1 Pontonnier-Detachement mit 20 Pontons (gegen 8000 Mann) und eine Reserve-Artillerie, bestehend aus 12 Geschützen, bestimmt, sowie bei demselben der FML. Alvintzi, dann die GM. Boross und Jordis eingetheilt. Der grösste Tlieil dieser Truppen und zwar die Grenadier-Bataillone Morzin und Barthodeisky, das Oberstens- Bataillon von Stuart (Nr. 18), die Leib - Bataillone von Franz 0 Lafayette II, 451, 456 2) Tableau historique II, 60 und K. A. 1792; VIII, 88.