Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 5. (Neue Folge, 1891)

Kriegs-Chronik Oesterreich-Ungarns. Militärischer Führer auf den Kriegsschauplätzen der Monarchie. III. Theil. (Fortsetzung). Der südöstliche Kriegsschauplatz in den Ländern der ungarischen Krone, in Dalmatien und Bosnien

Feldzug- 1788. 285 gestellt wurde. An den folgenden Tagen traten die Geschütze zwar wieder in Action, ohne aber irgend ein Resultat zu erzielen, wes­halb das Feuern am 21. März definitiv abgebrochen wurde. Auf dem rechten Flügel befehligte GM. Wallisch den Einmarsch in das türkische Gebiet. Bei seinem Yorrücken verbargen sich die türki­schen Bewohner in den zahlreichen und schwer zugänglichen Wild­nissen des Landes, während die Christen sich unter den Schutz der kaiserlichen Truppen stellten oder selbst Dienste nahmen. In der zweiten Hälfte des Monats Februar bezog ein türki­sches Corps auf dem rechten Ufer der Una zwischen dem Jab- lonica-Berge und Vidoria Stellung und versuchte, seine Posten bis an den Fluss vorzuschieben. Seither fielen längs des Cordons zahl­reiche kleine Gefechte vor. Am 27. Februar überfiel der Fähn­rich Kermpotié mit 200 Croaten eine feindliche Abtheilung bei Unac, hieb 40 Türken nieder, trieb den Rest in den Fluss und erbeutete zwei Fahnen und 15 Pferde. Wenige Tage später — 2. März — wurde der zwischen der Tschardake Paunovac und Businovac an der Glina aufgestellte Posten von 52 Mann von 500 Türken angegriffen und musste sich nach helden- müthigem Widerstande und einem Verluste von 31 Mann zurück­ziehen. Am 7. März brach eine starke türkische Abtheilung unter Ibrahim Beg Bezerovic in das Gebiet des Sluiner Grenzregimentes ein, verbrannte Klokoc an der Glina und hieb den aus 31 Mann bestehenden Posten zu Crkvina wieder. Dagegen vertheidigte sich jener zu Oblaj tapfer und so lange, bis ihm Unterstützung ge­sendet wurde. Andere Einbrüche in die Linie des Cordons geschahen bei Rakovica, Dreznik und Gr ahovo-Seliste. Die in den Verschanzungen postirten Croaten wiesen aber, unterstützt von einer Division Chevauxlegers, den über 1000 Mann starken Gegner zurück. Mittlerweile hatten die Truppen der Haupt-Armee den Bau eines Dammes bei Bezanja, unweit Belgrad, eifrig gefördert und waren hierbei vom Feinde fast gar nicht belästigt worden. Erst Anfangs März suchten die Türken die Arbeiten der Kaiser­lichen zu zerstören. Am 4. März Nachmittags vertrieben sie die kaiserlichen Wachen von der sogenannten Save-Spitze und am 7. wurden daselbst 800 türkische Soldaten ausgeschifft. Diese drückten die kaiserlichen Vorposten zurück, griffen die zur Bedeckung der Unac. Paunovac. Businovac. Crkvina. Oblaj. Rakovica. Dreznik. Grahovo­Seliste. Bezanja.

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