Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 5. (Neue Folge, 1891)
Hauptmann Hausenblas: Oesterreich im Kriege gegen die französische Revolution 1792 (Fortsetzung im VI. Bande)
30 Hausenblas. In östlicher Richtung hängen die Ardennen mit der Venn und Eifel zusammen. Es sind dies zwei wasserarme Hochplateaux, mit einzelnen breiten Rücken oder felsigen Platten und tief eingeschnittenen Thälern, ähnlich wie die gegenüber liegenden Massen des Sauerlandes und Westerwaldes, mit welchen sie den Rhein noch bis in die Gegend von Bonn einengen. Ausgedehnte Waldcom- plexe wechseln hier mit grossen Haidestrecken und Torfmooren. Der Raum südlich der Ardennen zwischen Mosel und Maas, die Moselberge, zeigt bis in die Gegend von Toul ein welliges, einförmiges, meist fruchtbares Hochland und geht südlich des genannten Ortes in eine bewaldete, allmälig steigende Hügellandschaft über. c) Das Land westlich der Maas. Zwischen der Maas und oberen Aisne, durch die Thalsenkung des Bar-Flusses nordwestlich begrenzt, liegt das 30—70 km breite Bergland der Ar gönnen. Ohne wesentlich die Höhe von 400 m zu überschreiten, ist dasselbe ein Landstrich mit zuweilen tief eingeschnittenen, oft steilrandigen Thälern und dichten ausgedehnten Waldungen. Bei feuchter Witterung sind infolge des Lehm- und Kalk-Bodens Truppenbewegungen ausserhalb der wenigen Kunststrassen mit grossen Schwierigkeiten verbunden. Namentlich gilt dies im eigentlichen „Argonner-Walde“, in dem Gelände zwischen der oberen Aisne und Aire. Zwischen der oberen Aisne und der mittleren Marne breitet sich dann das vielfach durchschnittene, theils bewaldete, theils aber intensiv angebaute H U ge 11 and der oberen Champagne aus, welches im Süden und Südosten in die wellige, wenig fruchtbare, wasserarme Ebene der „Champagne pouilleuse“ übergeht. Im Westen wird die Champagne von einem kalkigen Hochland begrenzt, dessen scharf bezeichneter Fuss der Linie Nogent- Epernay-Laon-La Fere, dann der Oise folgt. Dieses Hochland erhebt sich mit seinem schroffen Ostabliange mehr als 100 m relativ über das durchschnittliche Niveau der Champagne und senkt sich dann allmälig nach dem grossen Becken von Paris hinab. Es wird von den rechtsseitigen, tief eingeschnittenen Nebenflüssen der Seine durchbrochen und öffnet so eine Reihe natürlicher Zugänge nach der Hauptstadt.