Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 5. (Neue Folge, 1891)

Major Duncker: Militärische und politische Actenstücke zur Geschichte des ersten schlesischen Krieges 1741 (Schluss im VI. Band)

. ... '' ........................... : 228 Duncker. Meinung nicht, dass er weiters als Dresden abgehen, noch auch dass er sich allda über wenige Tage aufhalten solle. r_) Und hätte seine Dahinreise, wie des Ilten, ohnedies insgeheim zu geschehen. Die Anweisung ist ihm in Conformität Meines vorhinigen und gegenwärtigen Handschreibens zu ertheilen und hat er insonderheit den alliirten Höfen beizubringen und darzuthun, wie, wann auf einmal gesammter Hand mit Nachdruck gegen Preussen zu Werk gegangen wird, dem Unwesen in Bälde abgehoben, und just an- durch am ehesten ein thunlicher Vergleich bewirkt werden mag. Allzuweitläufig würde fallen, Alles, was das Universal-Systema von Europa, und die von mehreren Orten anscheinende Gefahr anbetritft, hier anzuführen; als wovon eine vollständige Idee zu geben, allzuviele Zeit erfordern würde. Gleichwie aber auch hier­von Anregung zu Dresden geschehen dürfte, also wäre Graf Browne derentwegen an meine dortigen Ministros zu verweisen: als welche noch vor seiner Eintreffung von Allem sich vollständig unterrichtet befinden, mithin ihm in Sachen das nötliige Licht zu geben wissen werden etc. 37. Die Königin an FM. Graf Neipperg.2) Undatirt [14. Juli 1741.] Je voudrais vous envoy er encore des officiers, car tons de- mandent k servir, et il y a pourtant encore des bonnes gens, et qui *) *) Dieser Beschluss war in der Conferenz vom 13. Juli wohl mit Rück­sicht auf den Bericht des Grafen Khevenhüller vom 7. desselben Monats aus Dresden gefasst worden, wonach Graf Brühl gesagt habe, die _ Königin möge an »den commandirenden General Grafen v. Neipperg die Ordre erlassen, wegen der künftigen Operationen mit hiesiger Generalität zu correspondiren. es wäre auch nöthig, dass E. k. M. eine vertraute Militärperson, gleichwie von Hannover beschehen, indessen aussehen wollten, um solche nach der Hand anher zu schicken, damit man desto füglicher die jetzige und nachherige Mesuren mit selber concertieren könnte.« (H. H. u. St. A. Staatskanzlei, Sachsen, Fase. 3.) An den Obersten Hofkanzler hatte der Gesandte am 10. Juli ge­meldet : »Graf v. Brühl hat mir noch diesen Mittag gesagt, dass ihre Truppen fertig stünden und es nunmehr lediglich auf Hannover ankäme.« (Ebendaselbst Staatskanzlei, Sachsen, Fase. 3.) 2) Eigenhändig. Gräfl. Neipperg’sches Archiv. Auch veröffentlicht in Arneth: »Briefe der Kaiserin Maria Theresia an ihre Kinder und Freunde« IV. Bd.. pag. 139.

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