Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 5. (Neue Folge, 1891)

Hauptmann Alexich: Die freiwilligen Aufgebote aus den Ländern der ungarischen Krone 1741 und 1742. II. Die Pressburger Landtagsbeschlüsse und die allgemeine Insurrection in Ungarn 1741/42 (Schluss)

132 Alexich. Comitate, indem er zugleich dringend mahnte, dass die in den Coinitaten versammelte Mannschaft, die Personal-Insurgenten und Portalisten, zum sofortigen Aufbruch geraden Weges nach Mähren angewiesen werden möchten. Dem Eifer und der Willfährigkeit des Palatins Pálffy im Dienste der Königin konnte der Prinz von Sachsen-Hildburghausen nur das grösste Lob und allen Beifall zollen; niemals habe er Anstände oder Schwierigkeiten gegen die Anordnungen des Prinzen erhoben, es sei ihm aber, wie der Prinz berichtete, unter der Hand mitgetheilt worden, dass manche der Bemühungen des Palatins an besonderem Einflüsse gescheitert seien. Die Königin möge zur Be­förderung des Werkes dem Palatin und dem Concilio, damit der verzögernde schriftliche Weg vermieden werde, in wenigen Worten bekannt gehen lassen, dass der Prinz Vollmacht und Information in dieser Sache habe und abgesendet worden sei, um im münd­lichen und persönlichen Verkehr die Beschleunigung des Insurrec­tions-Werkes zu betreiben. Inzwischen waren zwei, allerdings incomplete Bataillone ge­mustert worden. Der Prinz beabsichtigte diese, nach dem Ein­treffen der Oberste, nach Mähren zu dirigieren; doch, wie der Ober- Commissär mündlich meldete, fehlte noch vieles an Montur, wie an den von dem Kriegs - Commissariate zu liefernden Requisiten: Fahnen, Bajonneten u. s. w. Der Prinz beklagte es, dass es nicht an Mannschaft, die in einem oder dem anderen Comitate ihrer Verpflegung wegen bereits zur grössten Last geworden, sondern an Monturen oder Säbeln mangle; Fehler, die sich augen­blicklich auch nicht verbessern Hessen, obgleich der Prinz alle erdenklichen Erleichterungen angeboten hatte. Er sandte den nach dem Hofe abgehenden, mit den ungarischen Verhältnissen vertrauten und über Alles unterrichteten Pálffy’sehen Beamten Jeszenák zur Berichterstattung an die Königin, die er hat, den genannten Ver­trauten einer Conferenz bei dem Minister Grafen Starhemberg heizuziehen, sowie den von ihm an Jeszenák übergebenen Bericht anzuhören, dann aber, wenn möglich, bald ihre Befehle, insbesondere bezüglich der Proviantierung, zu ertheilen. Bringe er das Werk nur einigermassen in Gang, so werde er an das Hoflager eilen, um mündlichen Bericht zu erstatten. Der Prinz versicherte am Schlüsse

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