Mittheilungen des k.k. Kriegs-Archivs 2. (Neue Folge, 1888)

Hauptmann Machalicky: Der Feldzug gegen die neapolitanische Revolution 1821

Der Feldzug; g-eg-en die neapolitanische Revolution 1821. 83 dem Joche südlich Borg'hetto (Rooea di Fondi) zurückzulassen und mit dem Reste baldigst in Aquila einzutreffen. Zum Angriffe gegen Antrodocco sollte, laut mündlicher Dis­position des G. d. C. Frimont, die Division Wallmoden am 9. März Früh in vier Colonnen vorgehen und FML. Prinz Wied-Runkel mit seiner Division zur Unterstützung nachrücken. Die vier Colonnen Wallmoden’s wurden, wie folgt, disponirt: Linke Höhen-Colonne, Major d’Aspre, sollte mit dem Infanterie- Regimente Kaiser Franz Nr. 1, je einem Zuge des Jäger-Bataillons Nr. 10, des 5. Husaren-Regiments und der Pionniere die Höhen (la Forchetta) nördlich Canetro gewinnen und von dort auf dem von La Posta führenden Fahrweg in die rechte Flanke des Geg­ners fallen. Rechte Höhen-Colonne, GM.Villata, mit dem Jäger -BataillonNr.l, einem Bataillon des Infanterie-Regiments E. H. Franz Carl Nr. 52, nebst einem Zug Chevauxlegers und einem Pionnier-Detachement, hatte den Vellino zu überschreiten, über Pendenza das Joch (Rocca di Fondi) südlich Borghetto zu ersteigen, das befestigte Defilé von Madonna delle Grotte im Rücken zu umgehen und dem Feinde dadurch den Rückzug zu verlegen. Die beiden anderen Colonnen folgten auf der Strasse im Thale. Die Haupt-Colonne, GM. Geppert, mit dem 10. Jäger- und einem Bataillon des Infanterie - Regiments St. Julien Nr. 61, je 1 ®/4 Escadronen Husaren und Chevauxlegers, 1 '/2 Batterien und '/2 Pionnier-Compagnie nebst zwei Laufbrücken, sollte im Thale den Gegner angehen und ihn, im Falle des Widerstandes, im Ein­klänge mit den beiden Höhen-Colonnen angreifen. Bei dieser Colonne hielt sich auch Frimont auf. Als Reserve folgten unter GM. Uermenyi je ein Bataillon der Infanterie-Regimenter E. II. Franz Carl Nr. 52 und St. Julien Nr. 61, 6 Escadronen Chevauxlegers und lx/2 Batterien. Die Division Wied-Runkel sollte mit ihrer Tété Citta Ducale erreichen, Oberst Schneider noch am 8. Abends von Piedilugo über Leonessa und La Posta gegen Antrodocco abrücken. Ein starker Regen, der die elenden Wege noch mehr ver­schlechterte, verzögerte den Antritt der Bewegung; erst um 11 Uhr Vormittags heiterte sich der Himmel auf und die Höhen-Colonnen konnten abgehen. Sobald man von der Strasse wahrnahm, dass 6*

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