Mittheilungen des k.k. Kriegs-Archivs 1. (Neue Folge, 1887)

Hauptmann R. Gerba: Zur Geschichte der Ereignisse in Bosnien und Montenegro 1853

Bosnien und Montenegro 1853. 131 Schliesslich wurde auch die 2. Division des 9. Corps am 7. Februar in nachstehender Ordnung in Marsch nach Croatien gesetzt und zwar: am 10. Februar Infanterie-Regiment FZM. Rossbach Nr. 40, » 12. » » » Grossfürst Constantin Nr. 18, 13. » 2 Batterien, 14. » Infanterie - Regiment FM. Paskiewitsch, Fürst von Warschau Nr. 37, » 15. » 1 2 Batterien, 2. Bataillon Illyrisch-Banater. 16. » 11. Jäger-Bataillon, 1. Genie-Bataillon, » 17. » 2 Batterien, h-4 GO » 2 Batterien. Die 2. Division des 9. Corps sollte als Reserve betrachtet werden, das gesammte 9. Corps als das Gros der Armee, der schon aus den Grenzern formirte vorderste Staffel aber als leichte Avantgarde-Division in Verwendung kommen. Die Division in Dalmatien sollte in einem solchen Falle und im Verlaufe der Operationen zu der Avantgarde-Division gezogen werden, mit der sie dann ein zweites Corps der Armee des Banus oder nach Umständen die Reserve derselben bilden konnte. Die Gesammtstärke würde dann über 60.000 Mann Streitbare betra­gen haben. Die beigefügte Ordre de bataille lässt die Zusammensetzung dieser Armee entnehmen. Für die etwa nothwendig werdende Sicherung der südöst­lichen Grenze war durch die Truppen in der Wojvodina, durch die dortigen Grenz-Regimenter, und endlich durch die ganze intact gebliebene III. Armee in Ungarn reichlich Vorsorge getroffen. Der grösste Theil der nach Croatien einrückenden Truppen musste, statt von Pöltschach aus direct nach Agram zu marschiren, auf dem Umwege über Laibach instradirt werden, da das Hoch­wasser der Save schon im Monate October v. J. bei der Brücke in Agram ein Joch abgerissen und auch den ganzen Brückenkopf am linken Ufer, einen festen und hohen Damm, theils unterwaschen, theils abgeschwemmt hatte; dadurch war von Steinbrück bis zur 9*

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