Mittheilungen des k.k. Kriegs-Archivs (1884)

Hauptmann Jihn des Generalstabs-Corps: Der Feldzug 1761 in Schlesien und Sachsen

Der Feldzug 1761 in Schlesien und Sachsen. 131 tuellen Unterstützung der Reichs - Armee bestimmt und G. d. C. Graf Hadik hatte auch das Dispositionsrecht über dasselbe. Vom Gros der Armee cantonnirten unter FZM. Graf Macquire bei Dippoldiswalda 17 Bataillone, 16 Grenadier-Compagnien, 38 Escadronen, ferner bei Alten­berg 11 Bataillone, 10 Grenadier-Compagnien, 24 Escadronen, also zusammen 28 Bataillone, 26 Grenadier - Compagnien, 62 Escadronen mit 95 Geschützen; ferner am linken Elbe-Ufer bei Dresden unter unmittelbarem Befehl des Feldmarschalls 28 Bataillone, 27 Grenadier- Compagnien, 30 Escadronen mit 234 Geschützen; am rechten Elbe- Ufer bei Dresden unter FZM. Graf Lacy 19 Bataillone, 18 Grenadier- Compagnien, 64 Escadronen mit 42 Geschützen. Zur Deckung der böhmischen Grenze standen in den Intervallen zwischen den Haupt­gruppen der Armee, und zwar 2 Compagnien Jäger und 6 Escadronen unter Oberst Török bei Sebastiansberg (dem alten Basberg), ferner 2 Bataillone, 3 Compagnien Jäger und 10 Escadronen unter GF WM. Graf Gourcy in der Gegend von Zittau. In Schlesien unter FZM. Freiherr von Laudon: 41 Bataillone, 39 Grenadier - Compagnien, 83 Escadronen mit einem Stande von 41.000 Mann und 135 Geschützen. Von dieser Armee standen 6 Batail­lone, 4 Grenadier-Compagnien, 10 Escadronen unter FML. Freiherr von Wolffersdorf bei Goldenöls; das Haupt-Corps unter Laudon’s persönlichem Befehl, bestehend aus 22 Bataillonen, 19 Grenadier- Compagnien und 39 Escadronen, in der Gegend zwischen Braunau und Glatz; 5 Bataillone, 6 Grenadier Compagnien, 22 Escadronen unter FML. Graf Draskovich zwischen Jauernig und Reichenstein; endlich 8 Bataillone, 10 Grenadier-Compagnien, 12 Escadronen unter GFWM. Graf Bethlen in der Gegend von Kunzendorf (s. Neustadt) in Ober-Schlesien. Die österreichische Feld-Armee zählte sonach um diese Zeit in 130 Bataillonen, 118 Grenadier - Compagnien und 273 Escadronen 130.200 Mann mit 536 Geschützen. Dieselbe war zwar noch nicht complet, aber durchaus in guter Verfassung, so dass der Eröffnung der Operationen nichts im Wege stand. An Besatzungen befanden sich im Bereiche der Armee: Zu Eger 2 Compagnien eines Garnisons-Bataillons und 8 Compagnien Invaliden, 800 Mann; zu Dresden 10 Bataillone, 8 Grenadier-Compagnien mit 4 Regiments-Geschützen, 7000 Mann; zu Königgrätz 1 Bataillon, 400 Mann; zu Glatz 8 Bataillone, 4300 Mann; zu Olmütz 3 Bataillone, 2000 Mann; zu Prag 2000 Mann von verschiedenen Depots der Infanterie; zu Brünn 2 Bataillone, 1600 Mann; sonstige Depots in Böhmen 600 Mann; zusammen 24‘/2 Bataillone, 8 Grenadier-Compagnien, 8 Compagnien Invaliden, mit einem Stande von 18.700 Mann und 4 Geschützen. Von der russischen Armee unter Feldmarschall Graf Buturlin hielt ein Corps unter General-Major Graf Tottleben, bestehend aus

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