Mittheilungen des k.k. Kriegs-Archivs (1882)

Originalbriefe König Friedrich's II. im Kriegs-Archive zu Wien (1759 bis 1760)

5 Regiments de Cavallerie aux environs de Frankenstein d’ou il vous ecrira et par ou nous pouvons avoir des Nouvelles de tout ce qui se passe, je ne crois pas que L’enemy tentera quelque chose du Coté de Landshute a moins que je ne m’afaiblisse trop, a dire vrai La Saisson est bien peu avanssée pour agir, mais si je parviens a prevenir a pressent les desseins de l’enemy ce sera autant de Gagné, reste a Voir Come nous nous tirerons ensuite d’affaire; Les framjais autrichiens et Cercles ont été Chasséz de La Fran­come. Le pr. Ferdinand les poussera Vivement, cela nous donnera de La Tranquilité pour notre droite, reste a voir comme La Gauche s’en tirera; il faudera etre bien allerte et Compasser tout nous Mouvements, pour ne nous point Laisser prevenir et pour ausi ne nous decouvrir mal apropos. Adieu Mon eher ami je Vous ambrasse, quand cette Chiene de Vie finirat-elle? F e d e r i c. Nr. 51. (An den General Fouqué.) ce 6. (Avril 1759). (Autographe.) Vous me faites une reponsse normande mon eher ami, je vous demande Sil y auroit quelque chose a faire chéz Vous et Vous me renvoyéz a une expedition du Coté de Trautenau ou Certes il n’y a pas grand chosse a faire, he bien quand je les Aurois chassé audella de trautenau ques que m’en reviendra et ou trouveraije a Vivre? ce pais est Mangé et jusqu’apressent on ny peut fourager encore Comant Vivre comant faire passér de la paille de l’avoine du főin et tout les Diable par ces mandites montagnes? A7óila L’inconvenient vous me ferai plaissir de resoudre cette Dificulte. Adieu Mon chér je Vous ambrasse. F e d e r i c ’). von Frankenstein, von wo er Euch schreiben wird und von wo wir Nachrichten von Allem, was vorgeht, haben können. Ich glaube nicht, dass der Feind, vorausgesetzt, dass Ich mich nicht zu sehr schwäche, etwas nach Landshut hin unternehmen wird. Die Wahrheit zu gestehen, die Jahreszeit ist noch sehr wenig für Unternehmungen geeignet; wenn es mir aber gelänge, den Absichten des Feindes jetzt zuvorzukommen, wäre sehr viel gewonnen und bliebe nur zu überlegen, wie wir uns in der Folge aus der Affaire ziehen können. Die Franzosen, Österreicher und Reichstruppen sind aus Franken vertrieben worden, Prinz Ferdinand verfolgt sie lebhaft; dies gewährt uns für unseren rechten Flügel Sicherheit, wir müssen dann sehen, wie sich unser linker Flügel aus der Sache ziehen wird. Es wird sich die Nothwendigkeit ergeben, sehr aufmerksam zu sein und alle unsere Bewegungen wohl zu erwägen, damit man uns nicht zuvorkomme oder wir selbst uns nicht vorzeitig blossstellen. Adieu, Mein Lieber, Ich umarme Euch. Wann wird dieses Hundeleben ein Ende haben? Friedrich. ') (Eigenhändig.) Am 6. April 1759. Ihr gebt Mir, Mein lieber Freund, eine nicht zutreffende Antwort. Ich frage Euch, ob sich bei Euch etwas thun liesse, und Ihr schickt Mich zu einer Expedition gegen Trautenau, wo gewiss nicht viel aus­zurichten ist. Und wenn Ich sie über Trautenau hinaus gejagt hätte, was hätte Ich davon und wo fände Ich den Unterhalt? Dieses Land ist ausgesogen und man kann jetzt noch nicht fouragiren. Wie also leben, wie Stroh, Hafer, Heu und alle Teufel über diese verdammten Berge schaffen? — Das ist das Hinderniss! — Ihr würdet Mir ein Vergnügen machen, wenn Ihr über diese Schwierigkeit hinweghelfen könntet. Adieu, Mein Lieber, Ich umarme Euch ^ , . . ' ’ Friedrich. 54 OriginaTbriefe König Friedrich’s II. im Kriegs-Archive zu Wien.

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