Militär-Oekonomie-System der kaiserlichen königlichen österreichischen Armee 11. (Wien, 1822)
ÍU> Sas inländische Juchten le der, welches im Gewichte mit dem Mrrrimum silier Haut de» Oberleder» gleich zu kommen hat, muß vollkommen gahr gearbeitet, gut abgeflei- schet, ohne Narbenbrüche oder Blößen, ohne Löcher, schädliche Schnitte und Brandflecken, mit Fernambuck * Holz rsth gefärbt seyn. Das T erz e n led er, wovon die erste Gattung beylaufig 6 Schuh n Zoll in der Länge, und 5 Schuh 4 Zoll, in der Breite zu halten hat, und entweder 3 A Paar Sat- teltaschen oder 11 Stück Infanterie - Patrontaschen - Deckel; die zweyte Gattung aber, .5 Schuh 7 Zoll lang, 4 Schich 11 Zoll breit, entweder a‘4 Paar Satteltaschcn ober 7 Stück- Infanterie-'Patrontaschen--Deckel abzuwerfen hat, muß gahr gearbeitet, gut abgrsieischet , ohne Gngermge , Nardenbrüche, Löcher, schädliche Schnitte, ober Brandflecken, auch keine» beriet) Haut unter acht, und keine über fünfzehn Pfund schwer seyn. Das Brand sohle 11 ledér muß vollkommen gapv gearbeitet, gut abgefleischet und die Haut zwischen 5 und 8 Pfund schwer seyn. Das Pferbl e de r muß ebenfalls gahr gearbeitet, gut abgesteischet, und die Haut wenigstens 7 Pfund schwer seyn. Die 71 l a u n p a u t e, wovon die halbe Haut der ersten Gattung 7 Schuh 9 Zoll lang, vorn 2 Schuh 8 Zoll, und hinten 3 Schuh 1 Zoll breit seyn muß, und 5 Stück Husaren* Untergurten ober 6 Paar Steigriemen abzuwcrfen, die halbe Haut von der zweyten Gattung, die nur einige Zoll kürzer und schmaler seyn darf, 4 Husaren-Obergurten ober 6 Stück Hinterzeuge zu geben hat, mupübrigen» groß und stark, gut geschoren, ausgefleischet, unb, um demselben, außer der sonst gewöhnlichen 7iu»arbeitvng, die viele Feuchte zu be-* nehmen, auf einige Stunden in Lohe gelegt, ohne Locher, Engeringe ober schädliche Schnitte, mit Unschlitt oder Schweinfett gut. eingeschmiert seyn. Die S am isch-H äu te, wovon die erste Gattung wenigsten» 6 Stück Patrontar- schen -- Riemen, die zweyte nur vier berley Riemen, die dritte aber gar keine übzuwerfen hat, unb von dem ganzen Gontraat» * Ouantum brey Fünfte! von der ersten unb zweyten Gattung, von her dritten nur zwey Fünftel abzuliefern sind, müssen ebenfalls gut unbgapr gearbeitet, mit Fischthran gut eingelassen, gut gemaiFet, gebleichec, ohne Löcher, schädliche Schnitte, Brandflecken, Cngeringe, nicht schwammig seyn, sondern viel Kern haben, unb bis in die vorderen Fuße brauchbar, überhaupt zu gedeihlicher Manipulation unb zu.gehörigem Gebrauche geeignet seyn. Die Kalbfelle, deren eine» von her ersten Gattung, 2 Schuh 7 Zoll lang unb 2 Schuh ‘A Zoll breit, 2 Grenadier - Helme; von der jweyten Gattung, 2 Schuh 5*/r Zoll lang unb 1 Schuh 9'A Zoll breit, 1% Grenadier - Helme; von der dritten Gattung, aber 2 Schuh 2‘A Zoll lang unb 1 Schuh 8 Zoll breit seyn muß, unb nur 1V2 Grenadier- Helme zu geben hat, müssen übrigen» vollkommen gahr zubereitet, gefügig unb rein au»* gearbeitet, narbenio», nicht brüchig, ohne Löcher und schädliche Schnitte, mit Fischthran gehörig eingelassen seyn. Bey Gon traten auf Schafte de r. Die Sch affe lle von drey Gattungen, wovon die erste Gattung 3 Schuh 4'/qZo<l lang, 2 Schuh 6 Zoll breit, imb vier Säbeltafchen - Deckel; die zweyte Gattung 2 Schuh 11 Zoll lang, 2 Schuh 5 H Zoll breit, unb 3 Husaren - Sabeltaschen - Deckel; die dritte Gattung 2 Schuh 8% Zoll lang unb 2 Schuh brert seyn, und nur zwey Sabeltaschen* Deckel abwerfen muß, müssen gut ausgearbeitet, ohne Löcher, schädliche Schnitte, und nicht schwach, seyn. Die rauhen Schaf-oder Lamrnerfelle, bann in Fellen zusammen gesetzten Sattel häute müssen in der gehörigen Beibe gut ausgearbeitet und au»g^ ledert, von Schaben rein, von Wolle gut, unb besonders jene zu Sattelhauten stark bebe* cket, bk zu Pelzen, besonders aber jene zu Bramen, krau» unb kurzhaarig , die schwarzen XLV. Ha mpt stück. Ik. Abschnitt.