Militär-Oekonomie-System der kaiserlichen königlichen österreichischen Armee 8. (Wien, 1821)
1 «0 AUge rneine Dorsichtsmaß- t gél bey der Reinigung. Hkth. am I. M«y 8»6. E 1823. In welchen Falken Räucherungstonnen zu gebrauchen sind. Hkth.üM iS.MärjSiü. E io36. Beschaffenheit einer solchen Tonne. Hkth.aM rü.März S»S. E io36. Verfahrungsweise bey der Räucherung mitkelft Tonnen. Hkth.am 26. Märj 816, h io36. stenbetrag auf dieser Seite wieder herein gebracht wird, weil im Ganzen nichts verloren gehr. §. 8122. Werden nun die vornbemerkten Regeln genau beobachtet, so wird aller Ansteckungsstoff entweder zerstört oder ausgeschwemmt, somit alle Gefahr der Ansteckung vermieden; daher es dabey nur darauf ankommt, daß der erforderliche Fleiß bey der Reinigung angewendet werde. Damit jedoch dir zur Reinigung bemerkten Vorsichtsmaßregeln auch die vollkommene Beruhigung verschaffen, daß alle zu reinigenden Stücke genau nach der Vorschrift behandelt worden seyen, und dadurch alle Furcht einer Ansteckung verbannt werde, so haben bey der den Chef-Aerzten obliegenden Bestimmung der Stücke, welche der Reinigung fähig oder zu großer Verunreinigung wegen zu verbrennen sind, jedes Mahl auch ein Officier und ein Ver- pflegsbeamter gegenwärtig zu seyn, welche auch die nöchige Sorgfalt über die echte Reinigung tragen, und daher bey dem Haupt - Reinigungs - Processe stets gegenwärtig seyn und fleißig Nachsehen müssen; eben so hängt es auch von ihrer Bestimmung ab, ob eine oder die andere Sorte mit dem bey der Reinigung sich ergebenden Abfalle, vorzüglich bey der zu krämpelnden Wolle, und den dadurch auflaufenden Unkosten, vereinbarlich fey. §. 8128. Zn Fällen unb an Orten, wo solche Reinigungen mittelst der Räucherungen vorgenommen werden müssen, und entweder kein besonderes Räucherungszimmer erhalten werden kann, oder solche Räucherungsfälle sich zwar mehrmahl, jedoch meistens nur bey einer so kleinen Zahl von Stücken sich ergeben sollten, für welche die Herstellung oder Anwendung eines eigenen Räucherungszimmers nicht anpassend wäre, ist der Gebrauch einer dem Erfordernisse angemessenen Lonne dem Räucherungszimmer zu substituiren. tz. 8134. Eine solche Tonne muß luftdicht seyn, oder durch antreibende Reifen, oder durch Anstreichen mir Unschlitt oder Glaskitt wieder luftdicht gemacht werden. Sie hat einen oberen festen Boden, und auf der entgegen gesetzten (Seite* (nad? unten) die Mündung ganz offen. In dem oberen festen Boden befindet sich ein Zapfenloch, welches von außen gehörig verstopft werden kann; nebst dem befinden sich an diesem Boden der Tonne an vielen verschiedenen Puncten hölzerne Haken eingeschraubt, an welchen mittelst Bindfaden von erforderlicher Stärke die zu reinigenden Stücke befestiget, so viel möglich ausgebreitet, und nicht zu dicht an einander aufgehängt werden, damit die Räucherung überall hinreichend sich verbreite und durchdringe. §. 8 ia5. Die aufgehängten Stücke dürfen nicht tief hm ab reichen, damit noch Raum übrig bleibe, eine Art von Rost, ebenfalls durch Einhängen an seitwärts tn der Tonne emzuschrau- bende Haken, anzubringen, und die Gegenstände vordem Herabhängen unb Herabfallen zu verwahren, unb unter diesem Roste den Räucherungs-Apparat aufstellen zu können. Dieser Räucherungs- Apparat kommt, wenn die Lonne ordentlich gepackt, und der Rost in derselben angebracht ist, gerade in die Mitte eines wagerecht gestellten Untersatzes, welcher sich nach der Größe der Tonne zu richten har, zu stehen; hierauf wird in diesen Untersatz etwa auf zwey Zoll hoch Wasser gegossen. Es geschieht in den für den Räucherungs- Apparat bestimmten Gefäßen die Mischung der Räucherungs-Materialien, und nach bewirkter Mischung wird die Lonne mittelst der offenen Mündung in den Untersatz gestellt. Nun ist der Luft aller Eingang benommen; durch die sich entwickelnden Dämpfe wird die tn der Tonne befindliche Lufr ausgetrreben, und dieses muß Anfangs durch einige Minuten offen gehalten , dann aber verstopft werden, welches zu der Zeit angezeigt ist, wo durch dasselbe nur Dämpfe aufsteigen. XXXI. Hauptstück. X. ?lbfchn itt.