Militär-Oekonomie-System der kaiserlichen königlichen österreichischen Armee 8. (Wien, 1821)
347 Von dem Mllitär-Equitations-Institute. tz. 9280. v 6. Leer ion. Vorbereitung im Vierecke. Der Zweck derselben ist, um das Pferd aus die allgemeine Führung des Reiters mehr aufmerksam, folgsam und geschickt zu machen. Hierbey wird die Abrückung der Ecken zur Richtschnur angenommen. tz. 9281. 7. Lecrion. Unterricht i m Vierecke. Der Endzweck dieser Lection ist, daß das Pferd ohne Hülfe des Abrichters lerne, sich in seinem Gleichgewichte zu erhalten , Folgsamkeit und Geschicklichkeit annehme, und sowohl auf gerader Linie, als in den Ecken gehen und die bessere Anlehnung an seine Zäumung kennen lerne. , tz. 9282. 8. Lecti on. Vom Schenkelweichen an der Corda. h) vom Schensclireichen <m der Eorda. Der Zweck ist Vorbereitung zum Travers durch Kopf ein-und Crupe auswärts, das heißt: wo die vorderen und hinteren Füße einen eigenen Zirkel beschreiben, und zwar dle vorderen einen engeren, und die hinteren einen weiteren. Durch den Abrichter darf der Kopf keinesweges nur zeitweise in den engen Zirkel herein gerissen, das Hmtertheil mit den Spornen zugleich, oder auch später ausgeworfen werden, sondern das Pferd muß mit den hierauf abzweckenden Modalitäten geführt und bearbeitet «erden. h. 928Z. 9. Lection. Travers an der Corda. Der Zweck dieser Lection ist, das Pferd mit Faust und Schenkel anzuhalten, bannt es mit den auswärtigen Füßen über bte inneren trete, und auf gerader Linie seitwärts gehen lerne. tz. 9284. 10. Lection. Gal op an der Corda. ») Travers <m der Eorda; k) Galop an der Corda; DerZweck dieser Lection ist, daß das Pferd durch die vorher gegangenen Lectionen schon in den durch den verkürzt zusammen genommenen Trab angenommene Zusammenschieber sich nun leicht heben lerne, damit es denfreyen Gebrauch seiner Schenkel beym Galope erlange. Der Sinn des Wortes Ga lop wird zu mehrerer Verständlichkeit dahin geleitet, daß, wenn das Pferd sich auf seinem Hintertheile wohl hält, ganz zusammen geschoben mit den beyden inneren Fußen zugleich vorspringt, und nicht über's Kreuz die Füße vorbringt, es gut galopire. Der kurze Galop wird so weit verstanden, daß manche bey der ersten Unternehmung dieser Lection nur in so weit erwarte, als es das Temperament des Pferdes hierbey erlaubet, und die mit Haltbarkeit verbundene Verkürzung dieses Galoppes nur nach und nach in der Wiederhohlung mehrerer Lectionen erwartet wird. tz. 9285. ii. Lection. Richtung des Pferdes in die Hand. Hier erscheinet das Pferd mit dem leichten Mundstücke aufgezäumer, und wird mit ge- wohnlicher Haltung der Zügel in einer Hand, und Zunehmung der Trense in der rechten Hand, oder im Falle der Hartnäckigkeit oder starken Empfindlichkeit, mit Zunehmung des Band vm. 88 * f) WerBcreiluvg im Xlicr* etfc; g) Unfmitff im QRicrecfe> 1) 9tid)tunt3 ’Pfer&eé in fcie £«n&. 1 16 3«». 8*8. d »85i,