Militär-Oekonomie-System der kaiserlichen königlichen österreichischen Armee 8. (Wien, 1821)

Von den Co nt um az-Anstalten. §. 8282. 189 Das Wachs und die Badeschwämine, nachdem sie durch den Waarenwachter von allex Einwickelung los gemacht, und durch 48 Stunden in fließendem Wasser, wenn eines vor­handen ist, gestanden sind, können gleichfalls in Gegenwart des Contumaz - Direktors also- glnch frey übernommen werden. §. 8283. Alle übrigen Waaren, es wären solche der Ansteckung unterworfen, oder nicht, müssen in die Contumaz - Magazine übertragen werden; und jene, welche nicht giftfangend sind, reiniget man dort mit aller Vorsorge, jedoch in Gegenwart des Contumaz - Direktors, von den ansteckenden Umschlägen oder der Einwickelung mit Papier, Baumwolle, Leinwand, Tuch und dergleichen. Das Holz, Metall, die Truhen oder Fässer, worin die nicht giftfangenden Waaren -liegen, wird mit Wasser übergossen, und abgewaschen, sodann aber die reine Waare, wie bereits bemerkt wurde, ohne längeren Aufenthalt, verabfolgt. §. 8284. Die Weinbeeren, überhaupt alles gedörrte Obst und Asche, und zwar erstere, wenn sie gewaschen sind, können gleichfalls ohne Zeitverlust aus dem Contumaz-Hause übergeben werden, wobey man den Sack oder das Packet, in welchem sie sind, an den Ecken beschnei­det, und das ausgeschnittene Stück mit zerlassenem Peche überschmieret. §. 8286. Zu den nicht giftfangenden Waaren und Gegenständen werden gerechnet: Alaun, Aloe, Ambra, Antimonium, Angelika, Arsenik, Assa foetida, ArkifoMum, Anieß, Asche, Aßlor, Austern, Blech, Butter, Buchsbaum, Bleyweiß, Bohnen, Brech­nüsse, Brustbeeren, Blumenkohlsamen, rafinirter Borax, Bisam, Brasilien - Holz, Cal- mus, Chocolate, Cacao, Kaffeh, Korallen, indianische Cocos - Nüsse, Cremor tartari, Cassia, Rinde, Datteln, Diamanten und alle übrigen Edelsteine, Draht, Eicheln, Eßwaa- ren, Elcphantenzahne, Fisolen, frische und getrocknete Feigen, gesalzenes und geräuchertes Fleisch, Folium indicum, Ossa spiae, Fischthran, Caviar, frssche und gesalzene Fische, Krebsen, Schildkröten, Leim, Firniß, Farben aller Gattung, Getreide, Backwerk, Gifr- wurzel, Gewürze, Glasgattungen, Gummi, Grünspan, Holz, Hülsenfrüchte, Honig, Ingber, Knoppern, Kienruß, Eampher, Kümmel, Käse, Limonien, Pomeranzen, Lapis lazuli, Hornspitzen und anderes Hornwerk, Mandeln, Pistazien ohne Schalen, Marmor, Metalle, Messing, Mastix, Muscat-Nüsse, Mehl, Oehl, Opium, Porzellan, Perlen, Pflanzen, Pomaden, Pech, mit Pech überftrichene Stücke, Pflaumen, Pfeffer, Pigno- len, Quecksilber, Rhabarber, Reiß, Saffran, Salz, Straußeneyer, Schmergel, Seife, Sorbet, Starke, Storax, Salpeter, Ialappa, Seidenwürmer, Larven, Spargel, Körbe oder andere Waaren von spanischem Strohe, Mercurium sublimatum, Gummilack, Schiffe nach ganz hinweg genommenem, von verdächtigen Gegenden herkommenden Tau- unb Serlenwerke, nachdem sie durch 48 Stunden durch einen Reinigungsdiener fleißig nut Wasser abgewaschen worden sind, Tamarinden, Torf, Sand, Vitriol, Vogelleim, Waid­kraut, Wein, Weinbeeren, Weihrauch, Wachs, Zucker, Zibeben und Rosinen, Zunmet jmb Zum. §. 8286. Galläpfel, Cochenille und Sennes-Blatter werden unter die nicht giftsangenden Kör­per keinesweges gerechnet, und sind daher der Contumaz , so wie alle oben nicht genannten Waaren, unterworfen. Vanv vm. 3'G * r ferner miiSSacf;! unb^abe: fdjroämnten ju baiten ift. am 2. 3an. 770. beyanberen md&tgift« fangenben Staaren beeb: achten ifh Öííí). am 2« 3«h 770. ÍDatin bte Steinbeeren wnb 2ifd?e/ ohne ju contumajire«, auégefolgt werben fennen, am 2.3an.77o. » » 19.3«». 8i5. B 242. SSerjeicbnig ber nid;t gifti fangenben iöaarcn. £ft£. am 2. 34n. 770. SDeldje ÍDaaren ju ben giffr fangenben geboren, gm 2. 3an. 770..

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