Militär-Oekonomie-System der kaiserlichen königlichen österreichischen Armee 6. (Wien, 1821)

Schädlich ist die Piphoke, wenn sie angeerbt ist, oder sich in einem fleischigen Schen­kel in der frühen Jugend zeigt, und die Größe eines Taubeneyes übersteigt; nicht so schäd­lich ist dieselbe, wenn sie im sechsten Jahre oder in mehreren Jahren erst an einem sonst trockenen und nervigen Schenkel durch äußerlich gegebene Ursache entsteht, und nicht gar groß ist. Eine ähnliche Bewandtniß hat es mit den Fußgallen. Der trockene Sp ath, Hah NU» tri tt, Zuckfuß hat seinen Sitz in den Muskeln der Hinteren Schenkel, welche von ihrer Elasticität verloren haben, und zeigt sich in der Bewegung durch das Zucken des Fußes. Der B l u t sp a t h zeigt sich durch den großen Umfang der Blutgefäße an der inneren Fläche des Sprunggelenkes. Der Knochenspath ist eine Beingeschwulst an der oberen inneren Seite des Röhrbeines. Einer oder der andere dieser Fehler macht das Pferd bey großer Anstrengung hinken. Der eigentliche, dem Reitpferde besonders schädllche Spath besteht in dem Knochen- aus wüchse, welcher an dem inwendigen Hinteren Schenkel, wo das Gelenk sich endet, und das Rohrbein seinen Anfang nimmt, mehr auf- als abwärts seinen Sitz hat, Schmer­zen erzeugt, und das Pferd lahm macht. Der Zuckfuß ist von dem eigentlichen Spathe darin unterschieden, daß bey jenem keine Lähmung im Gelenke obwaltet, oft einen bloßen Krampf zur Ursache hat, und nicht selten den besseren Pferden eigen ist; folglich ist der Spath, besonders beym Ausmustern ffcer Pferde, wohl zu beurtheilen, und nur dann in Anschlag zu bringen, wenn das Pferd wahrhaft lahm ist. §. 6193. Die Hufe müssen gerade herablaufend, glatt, glänzend, nicht ungleich oder höcke­rig , auch nicht mit Reifen umzogen, und mit dem Pferde verhältnismäßig groß seyn. Har der Huf Spalten, so ist es eine O ch se n k l a u e, wenn sie von der Zehe herauf geht; Hornkluft, wenn die Spalte nach der Quere; und Hornspalte überhaupt, wenn sie von einer der beyden Seiten herauf geht. Der Huf soll aufseiner inneren Flache etwas concav seyn, fonstist er, wenn die Sohle vordrängt, ein Platt- oder gar Vollhuk; ist der Huf an den Ballen zusammen ge­engt, so ist es ein Zwang huf, und wenn er auch eine längliche schmale Gestalt hat, ein Eselshuf. Von dem einen und dem anderen wird das Pferd bey Anstrengungen bald lahm, und so lange zum Dienste untauglich, bis es nicht geschickt und zweckmäßig beschlagen, und da­durch das Uebe!, welches einzig dem schlechten Beschlagen ungeschickter Schmiede zuzuschrei« ben ist, wieder gehoben wird. §• 6194. Die Kennzeichen vom innerlichen Zustande eines Pferdes erhält man durch die ordentlichen Verrichtungen der Lunge, des Magens, der Haut, und, wenn sonst kein äußerlicher Fehler obwaltet, durch die ungehinderte Bewegung der Glieder. Ist das Athmen frey, und das Pferd bey starker Bewegung nicht kurzathmend, so hat es eine gute Lunge ; hat es Appetit, frißt es weder zu heftig, noch zu langsam, ist der Mist nicht klein, hart, mit Schleim überzogen, so sind der Magen und die Gedärme gut; dünstet das Pferd gehörig, ohne leicht und heftig zu schwitzen, ist die Haut nicht spröde, trocken ohne Glanz, so ist sie in gesunder Verfassung. Ist die Güederbewegung ohne Zwang und Schmerzen, folg­lich die Bewegung der Schenkel in bestimmter Ordnung und im gehörigen Zeitmaße, setzt es solche mit Kraft auf den Boden, und ermüdet nicht so bald, so ist sein körperlicher Me­chanismus stark. Beschreibung der Hufe- Hkth. am >. Sep. 807. » » 14.2fug.8n.K3444j Kennzeichen von dem inne­ren Zustande eines Pferdes. Hkth. am >.Sep. 807. » » »4- Äug. 8> 1. u3444. 53on beltt Pferbe^Sinkaufe in Triebe «feiten.

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