Militär-Oekonomie-System der kaiserlichen königlichen österreichischen Armee 6. (Wien, 1821)

a 56 Maß der Pferde. Hkth. am 16. Apr-öi5.ki 1671. si » *o.3un. 815. K3o45, » ’> >7- 3ul. 8iS, K 36o.i » » 11, ©ip. 815. H 4694. Die Einkaufs - Offtciere sol­len mit einem Pferdemaße ver­sehen seyn. Hkth. am 1. Sep. 807. Gebrauch des Pferdemaßes. Hkth am 1. Sep. 807. Hauptpunkte zur Beurthei- lung des Aeußeren eines Pferdes. Hkth.am i4«2iufl. 811, H 3444. Exteri eur eines arabischen Pferdes. Hkth. am '4-Aug. 811 H3444. Exterieur des barbarischen Pferdes. Hkth.am >4« Aug. 3i 1, H 3444« Exterieur des spanischen Pfer­des­Hkth. am >4. Aug.«'». K3444. Exterieur des neapolitani­schen Pferdes. Hkth.am >4. Aug. 8»». k 3444. XIX. HLuptstück. V. Abschnitt, tz. 6i65. Das Maß der Kürassier-Remonten ist von »5 Faust 2 Zoll bis »6 Faust 1 Zoll; jenes der Dragoner- von i5 Faust bis r5 Faust 2 Zoll, und der leichten Remonten nicht unter 14 Faust 3 Zoll. Das Maß der schweren Fuhrwesens Pferde zu der Belagerungs- Artillerie und zu den P on t 0 ns bestehet in 16 Faust und darüber; der übrigen schweren Fuhrwesenspferde in i5 Faust 2 Zoll, der leichten Fuhrwesens­pferde von 14 Faust 2 bis 3 Zoll, und der Packpferde von i3y2 bis 14 Faust. §. 6166. Ein jeder Officier soll mit einem Pferdemesser (Hippometer), das ist: mit ei­nem über 18 Schuh langen, fingerbreiten, leinenen, mit Wachs oder Terpenthin getränk­ten, unten mit einer Schleife versehenen Bande, auf welchem die Schuhe in Zolle und Striche getheilt und bezeichnet sind, versehen seyn. §. 6167. Will man die Höhe des Pferdes messen, so setzt man die Schleife in die Stelle des vorderen Fußes, und mißt bis zur Langende des Widerristes; jedoch sind runde, fleischige Schultern gegen flache und magere in billigen Anschlag zu nehmen, weil sonst bey dernähm- lichen Höhe die letzteren weniger messen würden. h. 6168. Die Beurtheilung der Beschaffenheit des Aeußeren eines Pferdes beruht auf folgenden zwey Hauptpuncten: itens: Auf der Erkenntnis; der Race-Bestimmung der Haarfarbe des Pferdes, seines Temperaments und Alters. 2tens : Auf der Erkenntniß des verschiedenen Ausdruckes der Grundlage, ihrer verschiede­nen Umrisse, die sie dann durch die weichen Theile erhält, des zweckmäßig richti­gen , und also verhältnißmäßigen Ebenmaßes der Theile gegen elnander und zum Ganzen, und der daraus hervor gehenden Bewegung. §. 6169. Das arabische Pferd hat eine Mittelgröße, ist selten fett, am wenigsten der Kopf, äußerst leicht, flüchtig, sicher und dauerhaft, in der Bewegung sehr gelenksam, ge­lehrig, größten Theils sanft von Charakter, sein Ohr ist lang und hinlänglich weit, und ent­spricht ganz einem vollkommenen akustischen Baue, das Auge groß, hell, und im aufgefor­derten Zustande ungewöhnlich, sowie die Nasenlöcher geöffnet. Der etwas kurze Rücken, der in ein so genanntes Mauleselkreuz übergeht, stellt mittelst der folgenden, fast horizon­talen Krupe gegen die etwas zu langen Gliedmaßen wieder das zweckmäßige Ebenmaß dar. §. 6170. Das barb arische Pferd stammt von dem arabischen, mißt gewöhnlich unter 14 bis »5Faust, hat einen etwas kleinen, aber zum Ganzen proportionirten Kopf, einen schma­len langen Hals, einen schlanken Körper und feine Mähnen. §. 6171. Das span ische Pferd ist größten Theils schwarz oder braun, und stammt von dem barbarischen, oder unmittelbar arabischen; der Kopf und die Ohren scheinen in keinem Ver­hältnisse mit dem Uebrigen des Körpers zu stehen, indem sie beyde zu groß sind, und den den Adel verrathenden Eigenschaften entsprechen. Der Hals ist stark, die Brust und das Kreuz sind vollkommen gebildet, die Bewegung ist stolz, muthig, dabey leicht und angenehm, im Charakter sehr viel Unerschrockenheit und Gehorsam. Die Neben - Race dieser Pferde ist die portugiesische. §. 6172. Das neapolitanische Pferd stammt von dem arabischen ab, ist groß, sehr voll­ständig gebauet, und zeichnet sich vorzüglich durch einen Namökopf, etwas dicken Hals, und durch eme äußerst stolze Bewegung aus.

Next

/
Thumbnails
Contents