Militär-Oekonomie-System der kaiserlichen königlichen österreichischen Armee 6. (Wien, 1821)
Mit zwölf Jahren sind auch die oberen Eckzahne ausgefüllt, die Schneidezähne des unteren Kiefers länger, schmäler, und ihre aufftoßende Fläche hat eine etwas dreyeckige Gestalt. Mit fünfzehn Jahren sind die Zähne vollkommen dreyeckig, und stark nach vorn hin gerichtet, die Haken sehr kurz und abgestumpft, die Augenbraunen bekommen graue Haare. Mit achtzehn Jahren wird auch die Srirn grau, die Zähne stehen nicht mehr so dicht an einander. Mit neunzehn Jahren nimmt das Fett ab, die Haut wird härter, trockener, die Muskeln werden dichter und steifer, der Umlauf des Blutes wird träger, das Feuer minder, die Thätigkeit zwangvoll, und so kann das Pferd von guter Consttrurion bey gehöriger Pflege über vier und zwanzig Jahre fortleben. Uebrigens gibt es oft Pferde, welche, wenn sie lange die Weide genossen haben, bis in das sechzehnte und siebzehnte Jahr noch Kern an den Zähnen behalten. In einem solchen Falle muß man die Länge, Gestalt und schiefe Richtung der Zähne zur Beurtheilung des Alters in Anschlag nehmen. h. 6164. Eine leichtere Ueb erficht zur Erkenntniß des Alters der Pferde aus den Zähnen ist aus dem nachfolgenden Tableau zu entnehmen. 254 XIX. HauptftSck. V. Abschnitt. Tableau zur leichteren Ueber- sicht in der Erkenntniß des Pferdealters aus den Zahnen. Hkth. am 14. Aug. 811 h 3439. >' » >4. Dee,8l». k5274.