Militär-Oekonomie-System der kaiserlichen königlichen österreichischen Armee 3. (Wien, 1820)

529 verzwickt, und mit gut abgetretenem Lehm, welcher auf einen Ofen mit zwey Butten Schweinhaar oder 3 Butten Gerftengrärhen zu vermengen ist, überzogen. Auch muß das Mundloch, wenn alles fertig ist, zu vermauern angefangen werden. Dasselbe wird entweder gewölbt, öderes werden, besonders wenn die Bäckerey von Dauer zu seyn scheint, zur Verhinderung des Nachfallens 2 eiserne, 4 Schuh lange Schienen eingelegt und die Ziegel darauf gemauert, zugleich aber das Lichthäuschen und über demsel­ben das Zugloch 5 Zoll lang und weit verfertiget. §* 4'99* Die Tippellöcher, welche vorwärts zu ziehen sind, müssen gleich beym Anfangs wenig­stens 11 Ziegel nach der Lange verhauet, und jeder Ziegel des guten Zuges wegen einen Zoll rückwärts gesetzt, mithin niemahls gleich, sondern von hinten her gleichsam mit einem Sacke, wie ein Schwanenhals, bis zum Mundloche mit einem halben Ziegel geführt, und auf allen Seiten zur Vorbeugung einer Feuersgefahr mit Lehm gut verschmiert und mit Erde beschüttet werden. Das mittere Tippelloch wird gerade über das Mundloch vom Ofenherde 4 Schuh, und die anderen beyden Tippellöcher werden einen Schuh von diesem in gleicher Linie, alle aber bis auf 6 Zoll im Quadrat zusammen gezogen, damit ein Ziegel vorgeschoben werden könne. §. 4200. Wenn Feuermäntel und Rauchsange bey den Backöfen nöthig sind, so ist von der Ofenmauer hereinwarts der Mundlöcher von einer Breite von 4 Schuh, zwischen zwey Oefen ein Pfeiler, 2 Schuh im Quadrat, aufzuführen, worauf bte so genannten Mantel­hölzer von 5 oder 6 Zoll in der Dicke zu legen sind. Dieses so genannte Mantelholz muß aber auf jener Seite, wo der Camin darauf zu ruhen hat, 3 Zell tief und breit ausgehauen werden, damit der Ziegel, welcher zur Ver­kleidung des Caminmantels von dem Maurer darein zu setzen kommt, eine vollkommene Haltung habe, indem dergleichen Cammmantel mit aufgesetzten Ziegeln gemacht, in der Mitte aber nur zivey Bunde mit einem halben Ziegel angebracht werben , damit ein sol­cher Mantel den Camin besser tragen möge. Wo man vor Feuersgefahr gesichert, und es also möglich ist, Feuermäntel und Ca­mino zu ersparen, wird nur bey den Oefen ein halbes Flügeldach von ordinären Bretern und leichten Säulen bey dem Mundloche hoch, dann aber abschüssig, so breit gemacht, daß der Schießer und die Brotladen vor übler Witterung bewahret sind. h. 4201. Zwischen zwey Oefen wird allemahl der Wasserkessel eingemauert, damit der Schießer ganz bequem bte aus dem Ofen nehmenden Kohlen darunter bringen kann. §. 4202. Die Bau - Materialien für einen Feldofen genau auszumessen ist deßwegen be­schwerlich , weil besonders die Ziegel in den Ländern in der Länge, Breite und Dicke verschieden sind. Indessen kann man zum allgemeinen Satze zu einem Ofen auf 126 Schuß 12000 Stück Mauerziegel, wenn der Ofen durchaus mit Ziegeln gemacht wird, hingegen nur die Halste davon annehmen, wenn der Fuß 4 Schuh bis an den Herd mit Steinen gemauert wird; sind aber weder Feuermäntel, noch Camine aufzuführen nöthig, so ist auch mit 5ooo Stück Ziegel füglich auszulangen. Mit den Bruchsteinen hat es das nahmliche Bewandtnis; , indem sich das Erforderniß erst aus der Lage des Ortes und des Grundes wahrnehmen laßt, daher können, wenn der Ofen von Grund aus zu mauern nöthig wäre, zu einem Ofenfuße auf 126 Schuß sammt Vermauerung des Gewölbes 2 bis 3 Klafter verwendet, wo aber die Backöfen auf das platte Erdreich hinzusetzen thunlich ist , kann mit einer Klafter Bruchsteine ausgelangt werden. Wo die Backöfen an Mssrn 133 Von den Backöfen und Anlegung der Feldbä'ckerey. Wie die Tippellöcher kefchaf- fen sepn müssen. Hkth. am 6. Märr 783. A *68. Was zu berkachten ist, wen» Feuermäntel und Rauchfänge bey den Backöfen nöthig sind. Hkth. am6. März782. A rb8. Zwischen zwey Oefen mufr allemahl r-er Wasserkessel ein- gcmauert werden. Hkth. am 6. März 782. A 268. Die Bau-Materialien für einen Feldofen werden be­stimmt. Hkth am 6. März 78-. A-rM. Band m

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