Militär-Oekonomie-System der kaiserlichen königlichen österreichischen Armee 2. (Wien, 1820)

§. 2197. Um von dem Stande und Nationale der bey den Regimentern und beym Fuhrwesens-Corps befindlichen Gemeinen, welche des Schmiedehandwerkes, des Lesens und Schreibens kundig sind, in ftäter Kenntnis; zu seyn, und im Erfordernißfalle vor dem Anfänge eines neuen Lehr-Curses die geschicktesten aus denselben dazu einberufen zu können, ist deren alljährliche Ausweisung mittelst einer Conduit- Liste nach dem nebenstehenden Formulare Nr. 1. erfor­derlich, welche die Regimenter jedes Mahl bis 1. November cinzureichen haben. §. 2198. Die Regimenter haben ebenfalls, um von den Fähigkeiten und dem moralischen Cha­rakter der bey den Cavallerie-Regimentern und Corps angestellten Oberschmiede und Schmiede in derKenntniß zu seyn, die Conduit - Liste nach dem in der Anlage Nr. 2 angeführten For­mulare jährlich mit r. November verläßlich unter der Fertigung sämmtlicher Cscadrons - Com­mandanten (weil diese am besten die Eigenschaften der Schmiede kennen) und unter Vldirung der Stabs - Officiere gerade an das Militär-Thierspitul inWien einzusenden, und demselben zu­gleich anzuzeigen, wie viel Schmiede oder Oberschmiede die Regimenter und Corps etwa nöthig haben. tz. 2199. Für einen desertirten und eingebrachten Schmied wird die Taglia entrichtet. §. 2200. Die Cavallerie - Regimenter haben diejenigen Schmrede, welche zu ihrer Bestimmung die erforderlichen Kenntnisse nicht besitzen, mit Bemerkung der Art ihres Zuwachses, und von woher sie zum Regiment gelangt sind, nahmentlich anzuzeigen, um sie nach Möglichkeit durch bessere ersetzen zu können. §. 2201. Bey Entlassung der Schnücde muß vor Allem der Dienst berücksichtigt und solcher Gestalt vorgegangen werden , das; allenthalben nur die geschickteren Individuen, von welchen man sich künfrighin gute Dienste versprechen kann, beybehalten, und die minder geschickten, wenn sie auch länger dienen sollten, entlassen werden; nur bey gleicher Geschicklichkeit und gleicher Conduite haben die längeren Dienstjahre den Vorzug zu geben. §. 2202. Bey Entlassung derselben findet die Verabreichung einer monathlichen Abfertigungs- Gage nichr Statt, jedoch können die obligaten Schmiede bey ihren; Abgänge mit der nörhi- gen Montur versehen werden. §. 22o3. Die obligaten Schmiede, welche im Dienste realinvalid werden und aufdieInvaliden- Versorgung renunciren, erhalten eur Dienst-Gratiale von 3o fl. §. 2204. Die Witwen der Escadrvns - Schmiede haben auf das so genannte Surrogat keine,; Anspruch, weil das Surrogat nur Witwen solcher Männer, die in der Invali­den- Versorgung nach Verlauf des erstes Jahres gestorben sind, gebührt. Auf die Abferti­gung pr. 3o fl. aber haben nur jene Witwen der Schmiede einen Anspruch, de­ren Männer wenigstens 6 Jahr gut gedient haben. 9iur in der besonderen Rücksicht, wenn das Regiment bestätigt, daß der Escadrons - Schmied wirklich an einer Ansteckung gestorben ist, die er sich durch die Operation eines mit übelartigen Geschwüren behafteten Dicnstpfer- des zugezogen har, werden solchen Witwen, deren Männer weniger als sechs Jahre gedient haben, 3o fl. als eine Unterstützung bewilligt. Von den Schmieden. 271 Wann und aus welcher Ur­sache die Regimenter die Eon- duit-L,ste über die des Schnne- dehanvwerkes, des Lesens und Schreibens kundigen Gemei­nen cinzureichen haben. Hkth. am 1. Feb. 807. ü 444. » » *4. Oct. 812.113902. Wann und auf welche Art die Regimenter und Corps die Eonduit-Liste über dir bey ih­nen angestellten Oberschmie­de und Schmiede einzurei- chen haben. Hkth. am 22. Nov. 797, » » r4. Nov. 8io.lt 35ro. » » i4- Oct. 811.K 3902, Für einen desertirten und ein* gebrachten Schmied wird die Taglia entrichtet. Hkth. am 3>. May 777. Auf welche Art die Cavalle­rie - Regimenter diejenigen Schmiede, welche zu ihrer Bestimmung die nöthigen Kenntnisse nicht besitzen, an­zuzeigen haben. Hkrh-am 3». Zun. 806. D 1983. Was bey Entlassung der Schmiede vor Allem zu berück- sichtigen ist. Hkth.am 29. März 806. n 782. Wie die Schmiede bey ihrer Entlassung hinsichtlich der >»o nathliche» Abferrigungs - Ga­ge und Montur zu behandeln sind. Hkrh-am 29. März 806.0 782. » n 27. Apr 815. I 2269. Welche Schmiede ein Dienst. Gratiale erhalten. Hkth. am 22. Nov. 777. D 36z«, Welche Witwen der SC ilj- tär- Schmiede aus das so nannte Surrogat und auf die Abfertigung pr. 3o ft. einen Anspruch haben. Hkth.am 31. Man 8 >3.0 2268.

Next

/
Thumbnails
Contents