Kais. Königl. Militär-Schematismus 1887 (Wien, 1886)

Cavallerie

582 Dragoner-Regimenter. 14. Böhmisches Dragoner-Regiment. Regiments-Stab und Ersatz-Cadre: Klattau. Ergänzt sich aus den Ergänzungs-Bezirken Nr. 11 (Pisek), Nr. 75 (Neuhaus) u. Nr. 94 (Budweis). 1725 als Dragoner-Regiment errichtet, Westerloo, Johann Philipp Marq., FM.; 1732 De Ligne, Ferdinand Prinz, FM.; 1757 Dann, Benedict Gf., FML.; 1758 Löwenstein-Wertheim, Christian Philipp Fürst, GdC.; 1759 St. Ignon, Joseph Gf., FML.; 1760 Chevaux-legers-, 1765 wieder Dragoner-Regiment; 1779 D’Arberg, Nikolaus Gf.. FML.; 1789 D’Ursel, Wilhelm Herzog, GM.; 1790 Baillet de Latour, Maximilian Gf., GdC.; 1791 Chevaux-legers-, 1798 leichtes Dragoner-Regiment Nr. 11; 1802 Chevaux-legers-Regiraent Nr. 4; 1806 Vincent, Carl Freih. v., GdC. (vom Jahre 1826 an hat jedoch wegen dessen Abwesenheit im Auslande der FM. Heinrich Gf. v. Bellegarde die Regiments-Inhabers-Rechte ausgeübt); 1851 wieder Dragoner- Regiment Nr. 7, mit Beibehaltung des Standes von vier Divisionen; 1854 die vierte Division zum Cadre des neu errichteten 8. Dragoner-Regiments bestimmt. Von 1860 bis Ende September 186T führte das Regiment die Nummer 2; seither die Nummer 14. Unter letzterer Nummer war von 1798—1802 das im Jahre 1860 aufgelöste Dragoner-Regiment Leopold II., Großherzog von Toscana Nr. 4 eingereiht. (Seit dem Jahre 1757 wurde im Regimente, zum Andenken an die ausgezeichnete Tapferkeit, welche es in der Schlacht bei Kollin mit seiner damals eben neu geworbenen noch ganz jungen unbärtigen Mannschaft, trotz des, unter Hinweisung auf diesen Umstand, ausgesprochenen Zweifels des commandirenden Generals, bewiesen hatte, vom Obersten bis zum Gemeinen kein Schnurrbart getragen. — Das Fortbestehen dieser auszeichnenden Erinnerung wurde von Seiner kaiserlich­königlichen Apostolischen Majestät Fraßz Joseph Í. unterm 5. October 1850 allergnädigst genehmigt. Anlässig der im Jahre 1869 dem gesamraten k. k. Heere gewährten ßartfreiheit wurde jedoch mit der Allerhöchsten Entschließung vom 7. December 1869 die Form der vorerwähnten Auszeichnung abgeändert, und dem Regimente das Recht ertheilt, seiner demselben ausnahmsweise belassenen Estandarte ein besonderes Band mit dem als Devise eingestickten Stadt-Namen „Kolinü beifügen zu dürfen ; — neuerlich geruhten Seine k. und k. Apostolische Majestät Franz Joseph 1., mit Allerhöchstem Handschreiben vom 26. August 1875 allergnädigst zu bewilligen, dass das Regi­ment von seinem früheren, ihm vom Jahre 1757 bis zum Jahre 1869 zugestandenen Privilegium, keinen Schnurrbart zu tragen, wieder Gebrauch machen dürfe. Seit dem Jahre 1791 besitzt das Regiment eine groß« goldene Ehren-Medaille mit Ohr und Band an der Estandarte, mit dem Brustbilde weiland Seiner Majestät des Kaisers Leopold II., und mit der Aufschrift: A la fídélité et valeur signalée du regiment de Latour Dragons, reconnue par PEm- pereur et Roy.) 1835 Windisch-Graetz, Alfred Fürst zu, FM. (-J- in Wien, den 21. März 1862.) (Das Regiment hat diesen Namen auf immerwährende Zeiten zu behalten.) (Seitdem war Inhaber: 1862—1868 Coudenhooe, Carl Gf., FML.) Í Mensshengen, Ferdinand Freih. v., ^ (ü. c.) Kammervorsteher Sr. k. k. Ho­heit des Erzherzogs Johann. Paar, Alois Gf., Reg.-Comdt. Oberstlieotenant. (Vacat.) Majore. Goebel, Carl Edl. v. Brudermann, Rudolf Ritt, v. Rittmeister i. Classe. Kiwiseh v. Rotterau, Ottokar Ritt. Dotzauer, Eduard. Gehring , Hellmuth Freih. Liechtenstern, Friedrich Freih. v. (WG.). Sachse v. Rothenberg, Fried­rich. Rittmeister 3. Classe. Solms-Wildenfels , Gf. zu. Griiber, Anton. Heinrich Chorinsky, Maximilian Gf., ^ (Res.). Adzia, Nikolaus.

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