Militärschematismus des österreichischen Kaiserthumes für 1866 (Wien, 1866)

Anhang

Stiftungen. v 825 Von den diessfälligen jährliclien Interessen werden betheilt: a) Jene Gemeinde-Lehrer ohne Unterschied der Nation, die durch 30 Jahre ununterbrochen in den Gemeinden des Regiments beim Lehrfache zur Zufriedenheit gedient haben, und aus Altersschwäche oder sonst unver­schuldet zur weiteren Verseilung des Lehramtes unfähig geworden sind, vorzugsweise aber die notorisch armen besitzlosen derlei Gemeinde- Diener mit einer jährlichen Pension von 60 fl.; b) wenn durch diese Pensionen die Capitals-Rente nicht erschöpft würde, die Witwen und Waisen jener Gemeinde-Lehrer, die wenigstens durch 20 Jahre dem Lehramte in den Gemeinden des Regiments mit Eifer obgelegen hatten, und zwar die Witwen bis zur Wiederverehelichung oder sonstigen Versorgung mit je einer jährlichen Sustentation von 30 fl., jede männliche Waise aber bis zum zurückgelegten 14., und jede weibliche Waise bis zum zurückgelegten 12. Lebensjahre mit einer jährlichen Sustentation von 13 fl.; c) nach Massgabe eines etwaigen weiteren Restes würden mit jährlichen drei Remunerationen zu 15—20 und 25 fl. die eifrigsten und verdienst­lichsten Gemeinde-Lehrer ohne Unterschied der Dienstzeit betheilt, und wenn auch dann noch ein Zinsen-Uebersehuss bestände, dieser zur Vermehrung des Stamm-Capitals verwendet werden. Das Vorschlagsrecht steht iin Einvernehmen mit der Regiments-Schulen-Coin- mission dem Regiments-Cammando, und das Recht der Verleihung dem Landes-Gene- ral-Commando in Temesvár zu. (Abth. 10, Nr. 3161, vom 20. September 1861.) 62. Des Marchese Giovanni de Serpos, für Reconvalescenten der Garnisons-Spitäler Nr. 1 und 2 in Wien. Das Stiftungs-Capital besteht in einer 2percentigen verlosbaren Hof- kammer-Obligation pr. 1000 fl. W. W. und in einer derlei Obligation pr. 381 fl. W. W.; dann in einer 4percentigen Verlosungs - Obligation pr. 1790 fl. C. M. Von dem Erträgnisse sind 5 fl. W. W. für eine am Tage des heiligen Johann Baptist in der Capelle des Garnisons-Spital es Nr. 1 zu lesende heilige Messe bestimmt; der Rest ist zur Vertheilung an je 15 Reconvales­centen der Garnisons-Spitäler Nr. 1 und 2 in Wien gewidmet. (Abth. 18, Nr. 647, vom 19. Mai 1837.) 63. Des Semliner Bürgers Lazar H. SImic. Das Capital besteht in 1457 fl. C. M. und 4353 fl. W. W., welches bei Privaten nutzniesslich angelegt ist. Die Interessen desselben werden alljährlich an arme und dürftige Einwohner Semlins, besonders an junge Leute, welche sich gut aufführen und fleissig lernen, an alte und krüppelhafte Personen, dann an Mädchen, welche in eine anständige Ehe zu treten Gelegenheit haben, vertheilt. Der Vorschlag zur Betheilung wird von den Stiftungs-Curatoren erstattet, und vom Semliner Magistrate bestätiget. (B. 801, vom 19. Februar 1840.) 6tft. Der Brüder Demeter, Georg und Constantin Edle v. Spirtß. zu Sémiin, aus Anlass der glücklichen Geburt Seiner kaiserl. königl. Hoheit, des durchlauchtigsten Kronprinzen Erzherzogs Rudolph, wornach am 2Í. August jeden Jahres die Stiftungs-Capitals-lnteressen an drei Arme und Leidende des Militär- oder Civil-Standes zu gleichen Theilen zu vertheilen sind. Das Stiftungs-Capital besteht in einer 5percentigen Staats-Schuld­verschreibung im Betrage von 600 fl. C. M. • Das Vorschlagsrecht hat der Magistrat der Militär-Communität Sémiin, das Bestätigungsrecht der jeweilige General-Brigadier zu Sémiin. (Abth. 6, Nr. 4009, vom 10. Mai 1839.)

Next

/
Thumbnails
Contents