Militärschematismus des österreichischen Kaiserthumes für 1866 (Wien, 1866)
Anhang
818 Stiftungen. 30* Dos Handelsmannes Johann Juga, wornach die Interessen des Capitals von 2000 fl. C. M. mit Einem Viertel für ein Todtenamt, mit Einem Viertel auf Unterstützungen für das Militär-Spital zu Kronstadt, mit Einem Viertel auf Unterstützungen für Civil- und Militär-Witwen, und mit Einem Viertel für Local-Arrestanten (Civil-Arrestanten zu Kronstadt) zu ver-» wenden sind. Das auf einer Realität sichergestellte Stiftungs-Capital wird von einem Comité zu Kronstadt verwaltet. Die Verleihung der Unterstützungen an Civil- und Militär-Witwen steht dem Comité zu. Die Betheilung der Reconvalescenten im Militär-Spitale steht dem Militär- Stations-Commando zu Kronstadt zu. (Abth. 9, Nr. 1019, vom 6. Februar 1864.) 31. Des Joseph Jurjevlch Edlen von Tuol, k. k. Rath, Doctor, emerilirter Decan und Professor der Rechte an der Universität zu Pesth. Das ursprünglich in 6000 fl. C. M. angelegte Stiftungs-Capital ist seither auf 16.OSO fl. C. M. in Spercentigen Metallique-Obligationen erhöht worden, wovon die nach Abschlag der Spercentigen Einkommensteuer entfallenden jährlichen Interessen pr. 802 fl. 50 kr. Oesterr. Währung zu zwei gleichen Stipendien, jedes mit jährlichen 350 fl. Oesterr. Währung für die Erziehung zweier schulfähiger, vollkommen gesunder und talentirter Knaben aus den Verwandten des Stifters, und nach Aussterben seiner Verwandten, für die Erziehung anderer zwei Knaben aus dem Otocaner Grenz-Regiments-Bezirke ohne Unterschied der Religion verwendet werden; der Rest aber von 102 fl. 50 kr. Oesterr. Währung als jährliches Honorar an den jeweiligen Curator der Stiftlinge ausgezahlt, und für den Fall, dass ein oder auch beide Stipendien unbesetzt blieben, von den nicht zur Vertheilung kommenden Stiftungs- Interessen ein Reserve-Fond zur weiteren Vergrösserung des Stiftungs-Capi- tals gebildet wird. Bei Verleihung der Stipendien hat die männliche Linie des Bruders des Stifters, Ivan Jurcic oder Jurjevic, Grundbesitzer Nr. 32 zu Prizna in der St. Georger Compagnie des Otocaner Grenz-Infanterie-Regiments Nr. 2 den Vorzug, dann folgt die männliche Linie des Oheims des Stifters, Andreas Jurcic oder Jurjevic, weiland Grundbesitzer zu Prizna, sofort die männliche Linie des ältesten Oheims des Stifters, Jure (Georg) Jurcic oder Jurjevic, der vor 60 Jahren mit Zurücklassung dreier Söhne, Lovro, Blas und Mathe, zu Valpo in Slavonien starb. Nach Aussterben des männlichen Stammes in allen drei Linien haben nach obiger Reihe die weiblichen Linien der Familie Jurcic oder Jurjevic zu folgen, endlich nach Aussterben aller Verwandten dps Stifters in den männlichen und weiblichen Linien hat die Stiftung dem gesammten Otocaner Grenz- Regimt-nts-Bezirke für immerwährende Zeiten dergestalt zu Gute zu kommen, dass die Stipendien nur den dort in dem jetzigen Umfange des Otocaner Grenz-Regiments-Bezirkes, vorzüglich aber den zu Prizna oder Pazarisce ge- bornen armen Knaben verliehen werde. Uebrigens haben die Stiftlinge die freie Wahl ihres künftigen Standes, mithin auch der entsprechenden Studien- und Bildungs-Anstalten. Sie können sich dem Militär-Stande oder dem technischen Fache, oder den höheren theologischen, juridischen oder inedicinischen Studien widmen. Wenn ferner die Stiftlinge, die ihren Schul-Curs gut vollendet und zur selben Zeit, oder kurz nachher noch keine solche Versorgung gefunden haben, deren Werth den Stiftungs-Genuss ausgleicht oder übersteigt, so sollen dieselben das Recht haben, noch Ein Jahr nach vollendeten Studien ihr Stipendium als eine Abfertigung zu beziehen.