Militärschematismus des österreichischen Kaiserthumes für 1865 (Wien, 1865)
Anhang
Stiftungen. 787 Das Stiftungs - Capital beträgt 5600 fl. in verschiedenen Staats- Obligationen. Das Vorschlagsreeht steht dem Landes-General-Commando zu Lemberg und das Verleihungsrecht dem jeweiligen Eigenthümer des Gutes Lisko ,im Sanoker Kreise zu. (Abth. 9, Nr. 1937, vom 26. April 1862.) 200. Des Grosshandlungshauses Stametz-Mayer und Compagnie. Für 10 Invalide des Wiener Invalidenhauses. Die Interessen des Capitales pr. 1000 fl. C. M. werden jährlich am 18. Februar durch das Kriegs-Ministerium vertheilt. (Section III, Abth. 4, Nr. 4318, vom 12. November 1833.) 201. Des Pfarrers Franz Staszkiewicz zu Landskron. Für aus der Stadt Zywiec gebürtige Invaliden. Das Stiftungs-Capital beträgt 100 fl. C. M., von dessen jährlichen Interessen ein oder zwei Invaliden von dem Commandanten des Tyrnauer Invalidenhauses zu betheilen sind. Die Obsorge über die Stiftung steht dem Kriegs-Ministerium zu. (Section III, Abth. 4, Nr. 6801, vom 24. August 1834.) 202. Des Maximilian von Stecliow, für sechs mittellose pen- sionirte, blessirte oder altgediente subalterne Officiere und sechs arme Officiers-Tochter. Das Stiftungs-Capital besteht in einer »percentigen Staats-Obligation pr. 7165 fl. Oesterr. Währung. Das Verleihungsrecht steht dem Kriegs-Ministerium zu. (D. 260, vom 28. Jänner 1812.) 203 • Des Vice-Gespans des Wieselburger Comitates Franz v. Stehlik. Bestehend in dem vierten Theile des Zins-Erträgnisses seines Hauses sammt Garten in Ungarisch-Altenburg, zu Gunsten eines Invaliden ungarischer Nation, vorzugsweise eines solchen, der des Stifters Namen führt. Die übrigen drei Viertheile der Zinsen sind zu gleichen Theilen dem Piaristen- Collegio, dem Spitale zu Altenburg und zu den Haus-Reparaturen bestimmt. Die Verwaltung der Stiftungs-Realität hat der Vorstand des Marktes Altenburg, mit Zuziehung des Rectors des Piaristen-Collegiums und eines Benefi- eiaten des Spitals, unter der Controle der k. k. Statthalterei zu Ofen. Die Vertheilung ist dem Landes-General-Commando in Ungarn überlassen. (D. 5702, vom 7. December 1830, und D. 4390, vom 27. August 1834.) Des Hauptmannes Joseph Strack, für das Tiroler Jäger- Regiment Kaiser Franz Joseph unter dem Namen „Pirquet-Stiftung”, zur Erinnerung an das Wirken des Feldzeugmeisters und zweiten Regiments-Inhabers Peter Freiherrn Pirquet v. Cesenatico im genannten Regimente, und zum Andenken an dessen am 22. Juli 1848 bei Rivoli gefallenen Sohn, des Hauptmannes und Mil.-Maria-Theresien-Ordens-Ritters Anton Freiherrn Pirquet v. Cesenatico. Die Stiftungs-Interessen sollen alljährlich am 12. März zum Andenken an die glückliche Rettung Seiner Majestät des Kaisers Franz Joseph I. zu gleichen Theilen an fünf schwer verwundete bedürftige Invaliden, und in deren Ermanglung an fünfzehn der best- conduisirten Veteranen des genannten Regiments vertheilt werden. Das Stiftungs-Capital besteht in einer 5percentigen Staats-Schuldverschreibung pr. 1500 fl. C. M. Der zweite Regiments-Inhaber, Feldzeugmeister Peter Freiherr von Pirquet, hat das Stiftungs-Capital um 1000 fl. in einer Spercentigen Staats-Obligation vermehrt. 50 *