Militärschematismus des österreichischen Kaiserthumes für 1865 (Wien, 1865)

Anhang

Stiftungen. 757 zwei ältesten in der Versorgung des Wiener Invalidenhauses befindlichen Veteranen dieses Regiments durch das Haus-Commando zu gleichen Beträgen auf die Hand betheilt werden sollen. Das Stiftungs-Capital besteht in einer ipercentigen Staats-Obligation zu 1200 fl. C. M. (D. 20, vom 8. Jänner 1827.) ħ. Deutsch-patriotische Vereins-Stiftung für Invalide vom Feldwebel und Wachtmeister abwärts aus dem Feldzuge 1859, dann für dürftige Witwen und Waisen, sowohl von Olfieieren als von Soldaten oder Mi­litär-Parteien, welche im Jahre 1859 vor dem Feinde geblieben oder in Folge von Wunden oder Kriegs-Fatiguen gestorben sind. In deren Ermanglung kön­nen auch andere Militär-Invaliden betheilt werden. Auch die Individuen vom Freiwilligen-Corps, dann deren Witwen und Waisen haben Anspruch. Das Stiftungs-Capital besteht in 72.000 fl. ungarischer Grund-Entla- stungs-Obligationen, welche bei dem nieder-österreichischen Statthalterei- Präsidium deponirt sind. Die Stiftungsplätze bestehen in 60 ftf Oesterr. Währung jährlich, deren Verlei­hung dein deutsch-patriotischen Vereine und nach seiner Auflösung der nieder-öster­reichischen Statlhalterei zusteht. (Abth. 15, Nr. 6004, vom 23. October 1860.) ÄO. Des Hofkriegs-Agenten Franz Georg Dieffenbach. Die jährlichen Interessen des Capitals pr. 1100 fl. in öpercentigen Obligationen sind auf Lebensdauer für einen verheiratheten Invaliden des Linien-Infanterie-Regiments Nr. 2 bestimmt, der Erste damit zu betheilende muss sich in dem Feldzuge des Jahres 1815 verdient gemacht haben. Das Verleihungsrecht steht dem Regiments-Inhaber über Vorschlag des Regi- ments-Coinmandunten zu. (D. 6084, vom 6. October 1815.) 30« Des Hofkriegs-Agenten Franz Georg Dieffenbach* Die Interessen des 4pereentigen Capitals pr. 1140 fl. sind für einen in dem Feldzuge des Jahres 1815 sich vorzüglich ausgezeichneten und invalid gewordenen Mann bestimmt; in der Folge aber für einen sonstigen mit Kindern belasteten Invaliden vom Unter-Oft'icier abwärts des Kürassier- Regiments Nr. 1. Das Betheilungsrecht besitzt das Kürassier-Regiment Nr. 1. (D. 386, vom 31. Jänner 1817.) 31* Des k. k. Kämmerers, Maximilian Grafen v. Dietriehstein, Verordneten der steiernüirk’schen Stände. Bestehend in einer 4percentigen Metallique-Obligation pr. 1000 fl., wovon die Interessen vierteljährig auf Zulagen für zwei invalide Gemeine der Infanterie-Regimenter Nr. 27 und 47, oder in deren Ermanglung für zwei invalide Krieger im Wiener Invalidenhause gewidmet sind. Das Vorschlagsrecht ist der Wiener Invalidenhaus-Coramission überlassen, das Verleihungsrecht steht dem Landes-General-Commando in Wien zu. (D. 1496, vom 26. Mai 1846.) 3$S. Des Laurenz Ritter v. Dittrich. Die Hälfte der Stiftungs-Interessen ist jährlich einem pensionirten mit­tellosen verwundeten Officiere als eine zeitliche Aushilfe, — dann die zweite Hälfte an drei verwundete Invaliden des Mannschafts-Standes, ebenfalls als zeitliche Aushilfe zu erfolgen. Das Capital besteht in fünf Bank-Actien. Das Vorschlagsrecht steht dem Laudes-General-Commando in Wien, das Ver­leihungsrecht dem Kriegs-Ministerium zu. (Abth. 9, Nr. 6346, vom 3. December 1861.)

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