Militärschematismus des österreichischen Kaiserthumes für 1864 (Wien, 1864)

Anhang

804 Stiftungen. welcher lebenslänglich, oder bis zur Verehelichung, oder bis zur Erlangung eines den anständigen Unterhalt sichernden Vermögens zu beziehen ist. Das Verleihungsrecht steht dem Kriegs-Ministerium zu. (Abth. 20, Nr. 4696, vom 27. December 1858.) 4(>. Des Pfarrers Franz Roise. Für zwei der würdigsten und dürftigsten, vorzüglich der mit unver­sorgten Kindern belasteten Witwen solcher Soldaten, die im Felde ihr Leben verloren haben. Das Capital besteht in 900 fl. C. M. Das Verleihungsrecht steht dem Kriegs-Ministerium zu. (L. 3680, vom 17. October 1808.) UV. Des Feldzeugmeisters Joseph Anton Freiherrn Russo v.. Aspernbrand. Bestehend in einer öpercentigen Staats-Schuldverschreibung pr. 1000 fl. C. M., wovon die Interessen einer Ofliciers-Tochter des 5. Artillerie- Regiments halbjährig zukommen sollen, die entweder keine Eltern mehr hat, oder aus einer zahlreichen Familie herstammt und von guter Aufführung ist. Das Verleihungsrecht ist dem Franz Freiherrn Russo v. Aspernbrand, Major in Pension, zweitgebornem Sohne des verstorbenen Feldzeugmeisters übertragen. (D. 2073, vom 15. September 1842.) Der Caroline v. Schiillenheiin, k. k. Rathes und Truchsesses hinterlassenen Tochter. Besteht in öffentlichen Staats-Obligationen pr. 100 fl. C. M., 1000 fl.W.W. und 100 fl. Oesterr.Währung, deren Interessen für eine arme Officiers-Witwe bestimmt sind. Das Verleihungsrecht ist der Josepha Zimmer, geh. v. Mezerich, und ihren Erben, in Abgang derselben aber dem Kriegs-Ministerium anheim gestellt. (D. 1393, vom 26. April 1837.) Des Jacob v. Schellenburg. Für zwölf dürftige, aus Krain, in deren Ermanglung auch aus anderen Provinzen, gebürtige Witwen von k. k. Offieieren. Das Capital besteht in 29.285 fl. C. M. verschiedener Obligationen. Der Stiftungsgenuss besteht aus 105 fl. Oesterr. Währung jährlich. Seine Majestät der Kaiser verleihen die Stiftungsplätze über den Vorschlag des Kriegs-Ministeriums. (N. 457, vom 16. Mai 1750.) 50. Der Rittmeisters-Witwe Theresia Freiin v. Schellerer. Das Capital besteht in 15.130 fl. C. M. Die hievon abfallenden jährli­chen Zinsen sind zu einer immerwährenden Stiftung eines Zöglingsplatzes in der Theresianischen Akademie gewidmet, welcher nach dem Willen der Stifterin jeweilig einem solchen Officiers-Sohne verliehen werden soll, der von ehelicher und adeliger Geburt, und zwar ausschliesslich vom Ritter­oder Freiherren-Stande ist, dessen beide Eltern adelig und mittellos sind, der Vater im Felde sich rühmlich ausgezeichnet, wenigstens den Rang eines Hauptmannes resp. Rittmeisters bis einschliesslich eines Obersten in einem Linien-Infanterie- oder Cavallerie-Regimente bekleidet hat, und pensionirt ist; doch kann auch der Sohn eines noch wirklich mit obigen Eigenschaf­ten im Militär dienenden Vaters aufgenommen werden. Ein Abkömmling aus der Freiherr Ertel v. Krehiau'schen Familie soll den Vor­zug haben. Das Verleihungsreeht steht dem Kriegs-Ministerium zu. (N. 2836, vom 17. October 1826 )

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