Militärschematismus des österreichischen Kaiserthumes für 1864 (Wien, 1864)

Anhang

780 Stiftungen. 151. Des Anton Ritter v. Plappart, jubilirten Hofrathes des k. k. obersten Gerichtshofes. Für den würdigsten Invaliden des Wiener Invalidenhauses, bestehend in einer 5percentigen Metallique-Obligation pr. 1000 fl. C. M., wovon die Interessen jährlich am Geburtsfeste Seiner Majestät des jeweiligen Kaisers von Oesterreich zu vertheilen sind. Die Auswahl und Betheiiung ist dem Wiener Invalidenhaus-Commando übertragen. (L. 2542, vom 14. Mai 1852.) 153« Eines ungenannt bleiben wollenden Pfarrers des Pottenstei- ner Decanates. Für einen invaliden oder sonst würdigen Gendarmen Nieder-Oester- reichs, welcher mit den jährlichen Interessen des in einer 5percentigen Staats-Obligation pr. 100 fl. C. M. bestehenden Stiftungs-Capitales zu be­theilen ist. Das Ernennungsrecht hat der jeweilige oberste Chef der k. k. Gendarmerie. Die Obsorge über die Stiftung steht dem Kriegs-Ministerium zu. (Section III, Abth. 4, Nr. 6567, vom 22. August 1854.) 153* Des Realitäten-Besitzers Jacob v. Pramii zu Triest. Das Capital besteht in einer 4percentigen Staats-Schuldverschreibung pr. 1000 fl. C. M.; die davon entfallenden Interessen werden alljährlich am Allerhöchsten Geburtstage Seiner Majestät des Kaisers einem invaliden und mit Familie belasteten Unter-Officiere des Wiener Invalidenhauses, dessen Bestimmung dem jeweiligen Invalidenhaus-Commando überlassen ist, verab­folgt. (D. 414, vorn 22. Jänner 1838.) 154. Des Anton Prandsfetler. Das Capital besteht in 200 fl. zu o pCt. C. M. Von den jährlichen Interessen soll immer am 19. März (dem Sterbetage seiner Gattin An­tonia) eine Messe in der Capelle des Invalidenhauses in Wien gelesen, dem Priester das Stipendium und die Stollgebühr dafür entrichtet, und der Rest hierauf an vier der krüppelhaftesten Invaliden, die der Comman­dant des Invalidenhauses namhaft zu machen hat, zu gleichen Theilen ver­theilt werden. Das Verleihungsrecht hat das Kriegs-Ministerium. (D. 1096, vom 16. März 1826.) 155. Der Geschwister: Johann, Rembert, Theresia, Anna, Regina und Anton Prandstefter» Mit 1000 fl. Capital, von dessen Interessen jährlich am 18. Februar und S.^November (den Sterbetagen ihrer Eltern) eine Messe in der Capelle des Invalidenhauses in Wien gelesen, dem Priester das Stipendium und die Stollgebühr entrichtet, und der Rest an so viele Invaliden des Hauses ver­theilt werden soll, dass auf jeden Ein Gulden C. M. entfalle. Diese Invaliden müssen aus Vordernberg, und in deren Ermanglung sonst aus Steiermark gebürtig, überhaupt aber vorzugsweise solche sein, die im letzten Kriege invalid geworden sind. Das Verleihungsrecht hat das Kriegs-Ministerium. (D. 1096, vom 16. März 1826.) 156. Des Ignaz Puehfelder. Für einen verdienstvollen, mittellosen, mit Familie belasteten, aus Wien oder wenigstens aus Oesterreich gebürtigen Officier des Wiener Invaliden­hauses. Das Capital besteht in einer Spereentigen Staats-Schuldverschreibung pr. 1000 fl. C. M. Das Verleihungsreeht steht der Wiener Invalidenhaus-Commission zu. (D. 6739, vom 29. December 1849.)

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