Militärschematismus des österreichischen Kaiserthumes für 1861-1862 (Wien, 1862)

Anhang

790 Stiftungen. "IGO» Reussmarkter Bezirks-Stiftung, für die dahin zuständigen Invaliden, welche mit Plätzen von 24 bis 36 fl. jährlich zu betheilen sind. Das Capital beträgt 9370 fl. in 5percentigen Obligationen, dessen Ver­waltung die politische Behörde besorgt. Das Verleihungsrecht steht dem Landes-General-Commando zu Hermannstadt zu. (Abth. 15, Nr. 853, vom 19. April 1860.) 1G1» Des k. k. Majors Johann v. Roger. Die Widmung der Zinsen eines Capitales von 14.333 fl. W.W., 38.S30 fl. ‘C. M. und 9450 fl. Oesterr. Währung ist, arme und vorzüglich verwundete k. k. subalterne Officiere des Pensions-Standes, vom Oberlieutenant abwärts, welche ausser ihrer Pension jährlicher 200 fl. sonst keine Zuflüsse haben, und nicht in einem Invalidenhause untergebracht sind, mit einem Beitrage von jährlichen 100 fl. zu unterstützen. Ferner widmete dieser Stifter 100 fl. jährlich, um solche an dessen Sterbetage an hundert Invalide des Invalidenhauses in Wien zu vertheilen. Das Verleihungsrecht steht dem Landes-Militär-Gerichte in Wien zu. (L. 3469, vom 18. September, u. 3885, vom 5. November 1808.) 16«. Des Gutsbesitzers Nicolaus Ritter v. Romaszkan, zur Erin­nerung an die Allerhöchste Anwesenheit Seiner Majestät des Kaisers Franz Joseph I. im Kolomeaer Kreise in Galizien im Jahre 1851, für Invalide des Infanterie-Regiments Nr. 24. Das Stiftungs-Capital besteht in einer 5percentigen Staats-Schuldver­schreibung pr. 1250 fl. C. M., deren Interessen jährlich am 26. October von dem jeweiligen Regiments-Commandanten vertheilt werden sollen. (Section III, Abth. 4, Nr. 8970, vom 27. August 1855.) 163* Des k. k. Militär-Verpflegs-Verwalters Franz Roth. Für zwei krüppelhafte vorzüglich blinde Invalide im Invalidenhause zu Prag. Das Capital besteht in einer 4percentigen Staats-Schuldverschreibung pr. 160 fl. C. M., deren jährliches Erträgniss durch die Prager Invaliden­haus-Commission dem Willen des Stifters gemäss verw endet wird. (L. 2139, vom 6. Juni 1807, und D. 2089, vom 10. Juni 1839.) 16%. Des k. k. Münz- und Medaillen-Graveurs-Adjuneten Johann Roth, unter dem Namen: „Roth Grendarnieii-Stiftuiig“, für drei im Dienste krüppelhaft gewordene Gendarmen. Das Stiftungs-Capital besteht in einer 5percentigen Staats-Schuldver­schreibung pr. 1200 fl. C. M., wovon jeder der drei Gendarmen mit einem Interessen-Genusse jährlicher 20 fl. betheilt wird. Das Verleihungsrecht steht dem jeweiligen Gendarmerie - General-Inspector, und die Obsorge über die Stiftung dem Kriegs-Ministerium zu. (Section III, Abth. 4, Nr. 5883, vom 31. Mai 1855.) 165. Des k. k. Kreis-Hauptmannes im Przemysler Kreise Heinrich v. Saar. Gegründet aus gesammelten Beiträgen zur Gedächtnissfeier des hohen Geburtsfestes Seiner Majestät des Kaisers Franz Joseph I. Bestehend in einer 5percentigen Staats-Schuldverschreibung pr. 1474 fl, C. M. und 60 fl. Oesterr.Währung, wrovon die Interessen jährlich am 18. August an drei invalide Krieger der k. k. Armee aus dem Przemysler Kreise, und in deren Ermanglung an andere würdige Krieger aus Galizien zu vertheilen sind. Das Präsentationsreeht steht dem k. k. Truppen-Brigade-Commando im Prze­mysler Kreise, das Verleihungsrecht aber dem Landes-General-Commando in Galizien zu, (D. 5502, vom 3. September 1850.)

Next

/
Thumbnails
Contents