Militärschematismus des österreichischen Kaiserthumes (Wien, 1859)
Anhang
5G8 Stiftungen. 165« Welden-Stiftimg;. Vom k. k. Feldzeugmeister Ludwig Freiherrn v. Weiden unter besonderer Mitwirkung des nieder-österreichischen Herren-Standes, aus gesammelten patriotischen Beiträgen gegründet, für die in den italienischen Feldzügen der Jahre 1848 und 1849 verkrüppelten Krieger vom Feldwebel und Wachtmeister abwärts, dann für jene, welche bei der Eroberung Wien’s und Bekämpfung der Bebelien dieser Stadt in den October-Tagen 1848 durch empfangene Wunden invalid geworden sind. Das Capital beträgt dermal 168.G35 fl. C. M. in Obligationen. Das Verleihungsrecht hatte der Feldzeugmeister Freiherr v. Weiden, nach seinem Ableben aber ist dasselbe an das Armee-Coinmando in Wien übergangen. (D. 4135, vom 19. Juli 1850.) AOß. Des Wiener Grosshandlungs-Gre- miums vom Jahre 1813 und 1814. Zur Unterstützung verdienter und hilfsbedürftiger Officiere vom Hauptmanne oder Bittmeister abwärts, welche in einem der Feldzüge der Jahre 1813, 1814 und 1815 invalid geworden, und ver- h ei rath et sind. Das Capital beträgt 80.947 fl. C. M. in 2%percen (igen verlosten und unverlosten Obligationen. Es erhalten von den Interessen 5 Officiere jeder 120 fl. C. M. Nach ihrem Tode treten ihre Witwen in denselben Genuss. Seine Majestät der Kaiser haben dasVerleihiingsrecht. (D. 564, vom 16. Februar 1815.) Aß?. Des Pfarr-Amtes zu Windiscli- liarsten, als Ergebniss einer von der dortigen Geistlichkeit am Tage des Allerhöchsten Geburtsfestes Seiner k. k. Apostolischen Majestät des Kaisers Franz Joseph 1. eingeleiteten Sammlung, für einen invaliden dürftigen Krieger aus den Jahren 1848 und 1849 der Pfarrgemeinde Windisch- Garsten, oder einer der benachbarten Pfarren. Das Stiftungs-Capital besteht in einer öpercen- tigen Staats-Schuldverschreibung pr. 300 fl. C. M. Das Ernennungsreeht steht dem geistlichen Vorstände der genannten Pfarre zu. (Section Ili, Abth. 4, Nr. 1509, vom lö.Febr. 1855.) 168» Des k. k. Hofbuchhaltungs-Officials Ignaz Wittek. Zur Erinnerung an die glückliche Rettung Seiner Majestät des Kaisers Franz Joseph I., für einen durch Blessuren invalid gewordenen, würdigen Krieger vom Feldwebel und Wachtmeister abwärts. Das Recht der Verleihung der Interessen von dem Capitale pr. 100 fl. C. M. steht dem Armee-Ober-Com- mando zu, und die Betheilung geschieht am 18. Februar jeden Jahres. (Section III, Abth. 4, Nr. 3947, vom 30. Oct. 1853.) 16f). Des Emerich JKay, Hofrichters zu Pásztora im Heveser Comitate. Die jährlichen Interessen von dem Capitale pr. 500 fl. W. W. werden einem Invaliden, welchen das Armee-Ober-Commando aus den ihm von der Tyrnauer Invalidenhaus-Commission vorgeschlagenen vorzüglichsten und bedürftigsten drei Invaliden am würdigsten findet, verabfolgt. (W. 823, vom 18. September 1821.) 190* Des k. k. Kämmerers und Präsidenten der königlich-ungarischen Districtual-Tafel diesseits der Donau, Joseph v. 25erdahélyi. Das Capital besteht aus einer 5percentigen verlosten Staats-Schuldverschreibung pr. 120 fl. C. M., deren Interessen-Ertrag alljährlich am Allerhöchsten Geburtstage Seiner Majestät des Kaisers an zwölf der würdigsten Veteranen des Tyrnauer Invalidenhauses zu gleichen Theilen vertheilt wird. Die Wahl der zu betheilenden Invaliden ist dem Tyrnauer Invalidenhaus-Commando überlassen. (D. 2361, vom 29. Mai 1837, und D. 5112, vom 28. November 1837.) 191. Gegründet über Aufruf des Kreis- Hauptmannes Andrzejowski von mehreren Gemeinden und Privaten des Zloczower Kreises Galiziens. Für die seit März 1848 im Kriege invalid gewordenen, aus diesem Kreise gebürtigen Soldaten der k. k. Armee. Das Capital besteht in einer Sperccntigen Staats-Schuldverschreibung pr. 5015 fl. C. M., von deren Interessen sechs solche mittellose Soldaten , mit einer jährlichen Unterstützung von 24 11. betheilt werden sollen. Der nach dieser Betheilung verbleibende Rest soll am Geburtstage Seiner Majestät des jeweiligen Kaisers von Oesterreich an selbe als besondere Gratification verabreicht werden. Das Verleihungsrecht steht dem Armee-Commando zu Lemberg zu. (L. 6809, vom 12. Jänner 1851.) C. Für Militär-Witwen und Waisen. 1. Der k. k. Arcieren-Leibgarde. Die Zinsen von dem Stiftungs-Capitale per 8000 fl. sind zu Stipendien für 4 würdige Garden- Kinder bestimmt. Das Areieren-Leihgarde-Commando hat das Vorschlags-, und das Ohersthofmeister-Amt das Verleihungsrecht. 3. Armee-Stiftung, welche für eine in keinem Aerarial-Genusse stehende Offieiers-Waise aus jenem Geld-Reste gegründet wurde, welcher nach Ankauf des von der k. k. Armee dem k. k. Obersten Grafen O'Donell und dem Ritter von Ette nr eich gewidmeten Schildes und Pokales geblieben war.