Militärschematismus des österreichischen Kaiserthumes (Wien, 1859)

Anhang

Stiftungen. 563 11?. Racletailfc.y-Stiftung des Officiers- Corps des H. Feld-Jäger-Bataillons. Gegründet zum Andenken an den österreichi­schen Feldzug gegen Piemont im Jahre 1849, und hat zum Zwecke die jährliche Betheilung eines invaliden Mannes des 11. Feld-Jüger-Bataillons mit den Interessen der äpercentigen Stiftungs- Obligation pr. 125 fl. C. M. (D. 4344, vom 19. Juli 1850.) 118. Carl Heinrich Ralil’sche Stiftung des k. k. Officials Johann Saazer. Für drei pensionirte Officiere und zwölf In­valide, welche die Schlacht von Aspern mitge­kämpft haben. Das Capital besteht in 6795 fl. C. M. 5per- centiger Obligationen, wovon die Interessen jähr­lich am 21. Mai (dem Gedächtnisstage dieser Schlacht) zur Hälfte an Officiere, vom Oberlieu­tenant abwärts, oder deren Witwen, welche die Eignung naehweisen können, und zur anderen Hälfte an Invalide, vom Feldwebel und Wachtmei­ster abwärts, zu vertheilen sind. Das Verleihungsrecht hat sich der Gründer der Stiftung Vorbehalten. (D. 4343, vom 18. Juli 1850.) 119. Der k. k. Oberstens - Witwe Louise Freiin v. Hechenberg;. Für drei in den Feldzügen der Jahre 1848 und 1849 invalid gewordene Krieger der k. k. Armee. Bestehend in einer 4Vapercentigen Metal- lique-Obligation pr. 2000 fl. C. M. Das Verleihungsrecht steht dein Feldmarschalle Grafen Radetzky, und Grafen Jellacic für je Einen Stif­tungsplatz, nach deren Ableben aber dem Armee-Ober- Commaudo zu, welches nach dein erfolgten Ableben des Feldzeugineisters Freiherrn von Haynau schon dermalen für Einen Stiftungsplatz das Verleihungsrecht hat. (E. 7186, vom 25. December 1851.) 13Ü. Der k. k. Thürhiiters-Witwe Anna Re­iniger. Für zwei der ältesten invaliden Gemeinen im Wiener Invalidenhause. Diese sind jährlich am 1. Juli mit den 5per- centigen Interessen der Obligation pr. 1000 fl. C. M. zu gleichen Theilen zu betheilen. Das Verleihungsrecht hat das Wiener Invalidenhaus- Commando. (D. 4510, vom 25. Juli 1850.) ISS • Des k. k. Majors Johann v. Roger. Die Widmung der Zinsen eines Capitales von 16.150 fl. C. M. und 45.035 fl. W. W. ist, arme und vorzüglich verwundete k. k. subalterne Officiere des Pensions-Standes, vom Oberlieutenant ab­wärts, welche ausser ihrer Pension jährlicher 200 fl. sonst keine Zuflüsse haben, und nicht in einem Invalidenhause untergebracht sind, mit einem Beitrage von jährlichen 100 fl. zu unterstützen. Ferner widmete dieser Stifter 100 fl. jährlich, um solche an dessen Sterbetage an hundert Inva­lide des Invalidenhauses in Wien zu vertheilen. Das Verleihungsrecht steht dem nieder-österreichi­schen Landes-Militär-Gerichte zu. (L. 3409, vom 18. Sept., u. 3885, vom 5. Nov. 1808.) 133* Des Gutsbesitzers Nicolaus Kitter v. Komaszkan, zur Erinnerung an die Aller­höchste Anwesenheit Seiner Majestät des Kaisers Franz Joseph I. im Kolomeaer Kreise in Galizien im Jahre 1851, für Invalide des Infanterie-Regi­ments Herzog von Parma Nr. 24. Das Stiftungs-Capital besteht in einer 5per- centigen Staats-Schuldverschreibung pr. 1250 fl. C. M., deren Interessen jährlich am 26. October von dem jeweiligen Regiments - Commandanten vertheilt werden sollen. (Section III, Abth. 4, Nr. 8970, vom 27. August 1855.) 123* Des k. k. Militär-Verpflegs-Verwalters Franz Roth. Für zwei krüppelhafte, vorzüglich blinde In­valide im Invalidenhause zu Prag. Das Capital besteht in einer 4percentigen Staats - Schuldverschreibung pr. 160 fl. C. M., deren jährliches Erträgniss durch die Prager In- validenhaus-Commission dem Willen des Stifters gemäss verwendet wird. (L. 2139, vom 6. Juni 1807, und D. 2089, vom 10. Juni 1839.) 1314. Des k. k. Münz- und Medailien-Gra- veurs-Adjuncten Johann Roth, unter dem Na­men: „Roth Gendarmen-Stiftung“, für drei im Dienste krüppelhaft getvordene Gendarmen. Das Stiftungs-Capital besteht in einer 5per- centigen Staats-Schuldverschreibung pr. 1200 fl. C. M., wovon jeder der drei Gendarmen mit ei­nem Interessen-Genusse jährlicher 20 fl. betheilt wird. Das Verleihungsrecht steht dem jeweiligen Gen- darmerie-General-lnspector, und die Obsorge über die Stiftung dem Armee-Ober-Coimnando zu. (Section III, Abth. 4, Nr. 5883, vom 31. Mai 1855.) 135. Des k. k. Kreis-Hauptmannes im Prze- mysler Kreise Heinrich v. Saar. Gegründet aus gesammelten Beiträgen zur Gedächtnissfeier des hohen Geburtsfestes Seiner Majestät des Kaisers Franz Joseph I. Bestehend in einer 5percentigen Staats- Schuldverschreibung pr. 1410 fl. C. M., wovon die Interessen jährlich am 18. August an drei invalide Krieger der k. k. Armee aus dem Przemysler Kreise, und in deren Ermanglung an andere wür­dige Krieger aus Galizien zu vertheilen sind. Das Präsentationsrecht steht dem k. k. Truppen- Brigade-Commando im Przemysler Kreise, das Verlei­hungsrecht aber dem Armee-Commando in Galizien zu. (D. 5502, vom 3. September 1850.) 136« Des k. k. Kämmerers und Gutsbesitzers Philipp Ludwig Grafen Saint-Cienois, für zwei in den Kriegsjahren 1848 und 1849 invalid ge­wordene Krieger des Infanterie-Regiments Nr. 56. Das Stiftungs-Capital besteht in einer 5per- eentigen mährischen Grund-Entlastungs-Obliga- tion Nr. 213, pr. 400 fl. Das Präsentationsrecht steht dem k. k. Werbbezirks- Commando des Infanterie-Regiments Nr. 56, und das Verleihungsrecht dem k. k. Landes-General-Commando in Lemberg zu. (Seelion III, Abth. 4, Nr. 1625, vom 9. Felír. 1857.) 36 *

Next

/
Thumbnails
Contents