Militärschematismus des österreichischen Kaiserthums (Wien, 1846)
CAVALLERIE
494 Stiftungen. Stiftung des Anton Brandstetter. Capital 200 fl. zu 5pCt. Conventions-Münze. Von dem jährlichen Interesse soll immer am 19. März (dem Sterbetage seiner Gattin Antonia) eine Messe in der Capelle des Invalidenhauses zu Pettau gelesen, dem Priester das Stipendium und die Stol- gebühr dafür entrichtet, und der Rest hierauf an vier der krüp- pelhaftesten Invaliden, die der Commandant des Invalidenhauses namhaft zu machen hat, zu gleichen Theilen vertheilet werden. Die Obsorge über diese Stiftung ist dem Hofkriegsrathe aufgetragen. Stiftung der Geschwister: ,Johann, Bembert, Theresia, Anna, Begina und Anton Brandstetter, mit 1000 fl. Capital, von dessen Interesse jährlich am 18.Februar und 8. November (den Sterbetagen ihrer Aeltern) eine Messe in der Capelle des Invalidenhauses zu Pettau gelesen, dem Priester das Stipendium und die Stolgebühr entrichtet und der Rest an so viele Invaliden des Hauses vertheilet werden soll, dass auf jeden ein Gulden Conv. Münze entfalle. Diese Invaliden müssen aus Vordernberg, und in deren Ermanglung sonst aus Steiermark gebürtig, überhaupt aber vorzugsweise solche seyn, die im letzten Kriege invalid geworden sind. Die Verwaltung dieser Stiftung ist eine Obliegenheit des Hofkriegsraths. Stiftung des Majors Brechter Bitter v, Traskovich• Das Capital besteht aus einer 2 percentigen böhmisch-ständischen Aerarial - Obligation von 250 fl. Nach dem von Sr. Majestät dem Kaiser allerhöchst genehmigten Willen des Stifters sollen auf immerwährende Zeiten aus den jährlichen Interessen zwei Prämien an die zwei würdigsten Erziehungsknaben des 54. Infanterie - Regiments vertheilt werden. Das betreffende re- spicirende Brigade-Commando hat die Auswahl dieser zwei Zöglinge zu treffen. Dem Hofkriegsrathe ist die Aufrechthaltung dieser Stiftung übertragen. Stiftung des Stabs - Feldarztes Franz Brendl von Sternburg• Sie besteht in 1000 fl. in 4 percentiger Staats-Obligation, wovon die Interessen mit jährlichen 40 fl. zur Prägung einer goldenen Preis - Medaille bestimmt sind, welche dann an einen Feldarzt der k. k. Armee zu ertheilen ist, der eine von der Joseph- Akademie ausgeschriebene Preisfrage am besten beantwortet hat.