Militärschematismus des österreichischen Kaiserthums (Wien, 1840)

CAVALLERIE

Stiftungen. 489 Stiftung des Artillerie-Obersten v. Kocht. Verwaltet durch dieNiedei-OesterreichischeLandes-Regierung. Für drey arme, den Wissenschaften und Künsten sich widmende Kinder, von Kriegskanzley-Beamtcn, zu jährlichen 100 fl. für jedes. Das Besetzungsrecht steht bey dem Ilofkriegsrathe. Stiftung des k. k. Rathes und Stabsfeldarztes, Doctor Kmanuel König. Sie besteht in 884 fl. in 5pcrcentigen Staatsschuidverschreibungen, wovon die Zinsen einem mittellosen feldärztlichen Zöglinge des niederen Lehr-Curses an der mediciriisch-chirurgischen Josephs- Akademie nach vollständig beendetem Lehr-Curse, und wenn er die Studien diselbst mit Auszeichnung zurück gelegt hat, als eine Aushülfe zu seinem ftigorosum zugewendet werden. Das Präsentations-Piecht stehet dem Gremium der Josephs-Aka­demie, das Verleihungsrecht aber dem Director derselben zu. Stiftung des Grafen Joseph Kollowrat-Krakovsky, Frey­herrn v. XJgeszd, für einen auf dessen Herrschaften gebürtigen Invaliden, und wenn sich kein solcher fände, für den sonst verdienstlich­sten Invaliden , welchen das General - Commando in Böh­men zu benennen hat. Diß Betheilung geschieht jährlich. Stiftung des katholischen Bischof es in Siebenbürgen, JSicolaus Kovdts von Csik- Tusnád. Das Stiftungs - Capital besteht in einer 5 percentigen Staatsschuldver­schreibung von 4OOO 11., von deren jährlichen Interessen fortwährend zwey Szekler-Gränz-Knaben, und zwar einer immer aus dem Be­zirke des Szekler-Gränz-Husareu-Regiments, und der andere ab­wechselnd aus einem der zwey Szeckler-Gränz-Infanterie-Regi- menter im Szeklcr-National-Erziehungshause zu Kézdi-Vásárkely, erzogen und auagebüdet werden. Die Besetzung der beyden Stiftungs - Plätze geschieht von dem jeweiligen commandirenden Generale in Siebenbürgen. Stiftung des verstorbenen Majors Joseph Kraus vom 9. Husar en-Regimente. Stiftungs-Gapital io.5oi fl. 4o kr. C. M. ä 5 Percent. Die Interessen werden dazu verwendet, um hiervon Kinder der obli­gaten Mannschaft des g. Husarcn-Rcgiments als Kostzöglinge in dem Erziehungshause des Infanterie-Regiments Erzherzog Franz Carl erziehen zu lassen.

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