Militärschematismus des österreichischen Kaiserthums (Wien, 1830)
CAVALLERIE
Stiftungen, 462 Die Betheilung geschieht jährlich tun 16. Junius, um mittelst eines immerwährenden Dcnlcmahles die Erinnerung an die hn Jahro t8i4> erfolgte glückliche Rückkehr Sr. Majestät des Kaisers Franz I. aus dem eben datnahls glorreich geendeten Kriege in der Residenzstadt Wien, und die dankbare Anerkennung des Heldenmutlies der österreichischen Krieger der Nachwelt gegenwärtig zu erhalten. Stiftung eines Vereins zu 'Feschen. IJer Vorschlag hierzu stehet bey dem General-Commando in Mähren und Schlesien. Die Widmung ist für drey Witwen solcher Soldaten des k. k. IR. Nr. 58, Welche in den Feldzügen der Jahre i8l3 oder i8l4 todt geblieben sind. In#Ermanglüng deren werden die gesammten Capitals- Zinscn an Soldatcn-Waiscn dieses Regimentes jährlich, bis sie das Normal-Alter erreichen, zu widmen seyn. Stiftung eines Vereins zu Wien. Ünter der Leitung des h. k. Hofkriegsrathes. Der Zweck derselben ist, zehn vorzüglich tapfere Krieger der österreichischen Armee vom Unteroflicier abwärts, welche sich im Feldzüge des Jahres i8x3 besonders verdient gemacht haben, mit einer Pension jährlicher ioo fl. lebenslänglich so zu bethcilen, dafs nach demAMcben eines derBclheilten dessen Pension den übrigen Heber- lebenden zufalle, bis der Letzte gesammte Zinsen des ütiflungs- Capitals auf seine Lebenstage allein zu geniefsen habe ; nach dessen Tode die Hälfte der Zinsen zu Beyträgeh für verdiente Invaliden von wenigstens täglich 6 kr. pr. Kopf zu verwenden, die andere Hälfte aber wieder zu Capital zu bringen wäre, um künftig, wenn ein dem letztem ähnlicher Krieg ausbrechcn sollte; eine gleiche Stiftung begründen zu können. Stiftung des Vicaricits zu Ixrum'au in Böhmen. Das Benennungsrecht besitzen nach dem Ableben des Fel dm ar- sclialls und HKR.-Präsidenten, Carl Fürsten zu-Scliwarzen-» berg j dessen männliche Nachkommen. Die Widmung ist für einen aus dem Kruraaucr Kreise gebürtigen gemeinen Invaliden aus den Feldzügen der Jahre i8i3 oder i8l4, und in Ermanglung eines solchen für einen anderen Invaliden, mit einer jährlichen Zulage. Stiftung des Oberamtes der Staatsherrschaft Waidhofen an der Ybbs, und der Ob er cimter Höllenstein und Gosling. Ffir iineit Invaliden des Wiener Invaliden-Hauses , vorzugsweise für einen solchen, der aus dem Conscriptions-Bezirke des Infanterie- Regimentes Nr. 4g (Langenau) gebürtig ist.