Militärschematismus des österreichischen Kaiserthums (Wien, 1830)

CAVALLERIE

458 [Stiftungen. Das Capital besteht in IO,65o fl., auf dessen Interessn jedoch mehrere Nutzniefser vom Stifter zum Theil angewiesen sind, nach deren Tod erst die Stiftung ganz in Wirksamkeit treten wird. Einstwei­len haben nur vier Officiers-Witwen daraus einen Genufs. Die Oblxutli über diese Stif tung ist dem Hofkriegsrathe zugewiesen. Stiftung eines Patrioten in Böhmen. Aus einer Sammlung von Beyträgen zu einer Zulage für fünf Invaliden böhmischer Regimenter in dem Iiivaliden-Ifause zu Prag, nach Auswahl des General-Commando’s in Böhmen, Das Capital besteht in 480O fl. Stiftung der Oberlehrers-Witwe Susanna Plitzner, Die Vertheilung geschieht durch den Magistrat in Peterwardein. Der Stiftungsgenufs besteht in jährl. 10 fl., die für arme Witwen, Waisen, Hausarxne und arme Schulkinder der Militär-Gränze bestimmt sind. Stiftung der Gemeinde Pottenbrunn. Diese Stiftung ist für das jeweilig zu St. Pölten sich befindliche Regi­ments - Knaben - Erziehungshaus. Das Capital besteht aus 1921 fl. «4^ kr. W. W. Mit, den Interessen sind die drey fleifsigsten Zög­linge der beyden oberen Classen zu betheilen ; welche Betheilung von dem jeweiligen Kreishauptmanne in St. Pölten zu geschehen hat. Stiftung des Ernest Prosch (wie Seite 456.) Stiftung des Wienei* Bürgers und gewesenen Feldwebels Gottlieb Reymann. Zum Andenken seiner Dienstleistung im Regimenté Deutsch­meister hat derselbe letztwillig eine Banco-Obligation pr. looo fl. mit der Widmung gestiftet, dafs von den alljährig eingehenden Interessen dem ältesten Feldwebel dieses Re­gimentes die Hälfte , dem ältesten Corporal eia Viertheil, und den zwey ältesten Gemeinen zusammen ebenfalls ein Viertheil als eine Zulage erfolgt werden soll. Stiftung des Oberlieutenants Daniel Rodich v. Berlinen­hampf. Das Benennungsrecht hat der Hauptmann Cirill Rodich vom Oguliner Gränz-Regimeni,e, und nach dessen Tode der von ihm hierzu Ernannte. Ihre Widmung bestehet in dem, dafs die Zinsen von dem Stiftungs-Ca- pitale pr. 300o fl. als ein Stipendium einem Knaben seiner Ver­wandtschaft zugewendet werden.

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