Militärschematismus des österreichischen Kaiserthums (Wien, 1829)

CAVALLERIE

455 ' Stiftungen. Stiftung des Bischofs zu Tribunitz und k. ungarischen Statthalterey - Rathes Johann v. Kovdlik. Diese Stiftung -ist, für das Linien - Infanterie - Regiment Nr. 33. Das Sliftungs-Capital beträgt 2000 fl. Von den Interessen erhält der Reginients-CapJan jährlich 20 fl., um am 14- August, als dem Vor- s abendc der im Jahre 1799 vorgcfallencn Schlacht bey Novi, ein hei­liges Mcfsopfer für die in Schlachten gebliebenen Mitglieder des Re­giments zu verrichten. Von den übrig bleibenden Interessen erhält alle vier Jahre cin im Regi­mente vom UnterofFicier oder Cadcten zum Oberoflieier beförder­tes verdienstliches Individuum nach der Wahl des jeweiligen Iicgi- rncnts-Commandanten einen Equipirungs Beylrag. Die Verwaltung dieser Stiftung ist demHofkriegsrathe übertragen. Stiftung des Marktes Leonfelden im Mühlviertel von Oesterreich ob cler Enns. Für zw ey Invaliden des Infanterie - Regimentes Nr. »4, (Erzherzog Rudolph.) Das Capital bestehet in 1000 fl. Das genannte Regiment hat das Vorsclilagsrecht; der Hofkriegsratli das Benennungsrecht, Stiftung des F. JYI. L. Baron Levenehr. Das Benennungsrecht besitzt dash. K. General - Commando in Böhmen. Die Widmung ist für einen Invaliden des k. k. Dragonej-Regiments Nr. 4 mit jährlichen 60 fl. nebst Natural-Deputaten auf dem Gute Hollo­waus in Böhmen. Stiftung des Anton Isidor Fürsten zu Lobkowitz• Die Verleihung geschieht durch den jeweiligen commanüirenden General in Böhmen. Die Widmung ist, von den Zinsen pr. jährlicher 120 fl. zwey, höch­stens drey solche Soldaten vom Unterofficier abwärts zu bethei- lcn, welche in der Schlacht von Leipzig i8i3 sich ausgezeichnet, und hierauf invalid geworden sind, und wenn einst keine Invali­den dieser Classe vorhanden seyn werden, für Kinder solcher Inva­liden, die sich im Dienste ausgezeichnet haben, als Bcytrag zur Er­ziehung. Die Geeigneten können öfter bethcilet werden.

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