Militärschematismus des österreichischen Kaiserthums (Wien, 1823)
CAVALLERIE
449 Stiftungen. Stiftung des Grafen Joseph holló wr at-lir ahovsky, Freyherrn v. Ugeszd, für einen auf dessen Herrschaften gebürtigen Invaliden , und wenn sich kein solcher fände, für den sonst verdienstlichsten Invaliden, welchen das General - Commando in Böhmen zu benennen hat. Die Betheilung geschieht jährlich. Stiftung des Bischofs zu Trihünitz und k. ungarischen Statthalter ey - Rathes Johann v. Ko válik. Diese Stiftung ist für das Linien-Infanteric-Regiment vacant Nr. 33. Das Stiftungs-Capital beträgt 2000 fl. Von den Interessen erhalt der Regiments-Caplan jährlich 20 fl., um am 14. August als dein Vorabende der im Jahre 1799 vorgefallenen Schlacht beyNovi, einhelliges Mefsopfcr für die in Schlachten gebliebenen Mitglieder des Regiments zu verrichten. Von den übrig bleibenden Interessen erhält alle vier Jahre ein im Regiment vom Untcrofficier oder Cadclcn zum Ober-Olficicr befördertes verdienstliches Individuum nach der Wahl des jeweiligen Regi- mcnts-Commandanten einen Equipirungs-Bcyfrag. Die Verwaltung dieser Stiftung ist dem Hofhriegsrathe übertragen. Stiftung des F. M. L. Baron Levenehr. Das Renonnungsrecht besitzt das k- k. General - Commando in Böhmen. Die Widmung ist für einen Invaliden des k. k. Dragoner-Regiments Nr. 4 mir. jährlichen 60 fl. nebst Natural-Deputaten auf dem Gute Hollowau» in Böhmen. Stiftung des Anton Isidor Fürsten zu Lobkowitz. Die Verleihung geschieht durch den jeweiligen commandi renden Generalen in Böhmen. Die Widmung ist, von den Zinsen pr. jährlicher 120 11. zwey bis höchstens they solche Soldaten vom Unteroll icier abwaiu zu betheilen , welche in der Schlacht von Leipzig iSi3,si<:h ausgezeichnet, und hierauf invalid geworden sind, und wenn einst keine Invaliden dieser Classe vorhanden seyn werden, lür Kinder solcher invaliden, die sich im Dienste ausgezeichnet haben, alsBeytrag zur Erziehung. Die Geeigneten können öfter betheilet werden.