Militärschematismus des österreichischen Kaiserthums (Wien, 1822)
CAVALLERIE
Stiftungen. ^53 Stiftung eines unbekannt seyn Trollenden. Sie wird vor Joseph Bauer, Edlen von Fridau, Inhaber der HerrschaftGutenliag und Fridau im Marburger Kreise, und von dessen Nachkommen, dann aber von dem jeweiligen Besitzer der Herrschaft Fridau verwaltet. Sie ist für neun Invaliden im Invalidcnhaiise zu Pettau, zu 22 fl. i3 kr. W, W. für jeden , welche jedes Jahr am Geburtsfesie Sr. Majestät des Kaisers Franz I. zu ycrtheilen sind. Stiftung eines Ungenannten. (*) Für einen im Kriege verstümmelten Invaliden des Infanterie- Regiments Nr. 6'o (jetzt Ignaz Gyulay) zu jährlichen 18 fl. Einlös'ungs - Scheine. Die Auswahl und Betheilung steht diesem Regimenté zu. Stiftung des Vereins zur Unterstützung Österr.Kkaiserl. Invaliden. Se. Majestät der Kaiser und König haben das Benennungsrecht zu dieser Stiftung. Sie wird vom k. k- Hof- kriegsrathe verwaltet. Ihre Widmung ist für solche Officierc vom Hauptmann abwärts ledigen oder verheiratheten Standes, und für solche Soldaten vom Unter- offi cier abwärts, welche in einem der Feldzüge der Jahre lSi3, l8i4 oder i8i5 invalid geworden sind. Daraus erhalten 5o OlTioiere jeder...........................IOO fl. 200 invalide Unteroflieierc und sehr mühselige Gemeine jeder . 5o — iißg invalide Gemeine jeder .... 25 — und 4 Gemeine jeder 25 fl. C M. Die Bcthcilunggeschieht jährlich am i6. Junius, um mittelst eines immerwährenden Denkmahles die Erinnerung an die irr» Jahre i8t4 erfolgte glückliche Rückkehr Sr. Majestät des Kaisers I ranz l. aus dem eben damahls glorreich geendeten Kiiege in die R eaidenz- stadt Wien, und die dankbare Anerkennung des Heldcnmuthes der österreichischen Krieger der Nachwelt gegenwärtig zu erhalten.