Militär-Almanach 7. (Wien, 1796)
X. Franzosen-Krieg
270 burg entfchieden. Diefe Feitung war durch eilf Monathe aufser aller Verbindung mit der Armée gefetzt, und durch mehrere Mo-j nathe auf das engfte eingefchloifeii gewe-j Ten. D ie Befalzung hielt lieh vortreflicb und jm achte mehrere fo kräftige Ausfälle, dafs 'dem Feinde dadurch fehr empfindlicher Schade zugefügt wurde. Da die Einfchiies- fuTsg fo lange gedauert hatte, dafs man wenig ähnliche Beyfpiele in der neuem Kriegsgefchichle findet',' fo mufte endlich der unvermeidliche Fall eintreten , dafs Mail- Igel an allen Nothwendigkeiten des Lebens jeinrifs. Die Feitung hätte lieh daher nicht jlange mehr halten können , die Stadt wäre den Drangfalen einer fürchterlichen Belage |rung, wozu die ungeheuerften Anhalten getroffen waren , unnützer Weife ausgefetzt,■ und die wackere Garnifon aufgeopfert worden. Daher capitulirte der Feld'roarfchall Bender den pten Juny und die Besatzung jerhielt freyen Abzug mit der Verbindlich-r ke.it, nicht mehr in diefem Kriege gegen Frankreich zu dienen. Bald nach den k. preufsifchen Separatfrie- jden , machte auch der Landgraf von Heß~en-\ kaß'el Friede mit Frankreich, und mehrere anfehnliche Reichsfürften , deren Länder in-j jnerhalb der Demarcationslinie lagen, zogen ihre Truppen von der Reichsarmée ab. Un ter diefen Umfiänden follte der letzte Haupt- fchlag gegen Deutlchland gefchehen , wodurch