Militär-Almanach 7. (Wien, 1796)
X. Franzosen-Krieg
2 68 jken Rheinufer liegen, nnd es fehlten ihnen 'nur noch die beyden überaus wichtigen Fe- jftungen Luxemburg und Mayuz. Erflere,' welche für eine vonódén itärkften Feflun-; 'gen in der Welt gehalten wird , wagten die jFeinde nicht anzugreifen, fondern begnüg-' 'ten lieh damit, ihr alle Zufuhr abzufchnei-1 den, die wackere Garnifon, welche durch den Feldmarfchall Bender commandirt wurde , ihrem eigenen Schicklal zu überladen, und die Übergabe von der Zeit abzuwarten.! Gegen die Feliung JLuynz. rückten fie im Anfänge des Novembers mit einer grofsen Macht Ivor, befetzten nach und nach alle Polten [rings um die Fefiung von einem Rheinufer ,bis zum andern, und fingen an lieh auf die aufserordentlichlte Art zu verfchanzen. Da [der Fefiungscommandant der k. k. General Neu dem Feinde jeden Schritt fireitig zu machen, und feine Schanzarbeiten durch beltandige Ausfälle zu unterbrechen luchte, der Feind hingegen die k. k. Truppen , [welche verfchiedene feite Plätze aufserhalb Maynz, befetzt hielten, zu verdrängen trachtete, fo gab diefes zu immerwährenden Gefechten Anlafs , welche den ganzen Win-| ter hindurch dauerten. ! Am gten April 1705 fchlofs der König jvon Preufsen zu Bafel einen Separat-Frie- dens-und Freundfchaftstraktat mit Frankreich, in welchem zugleich eine fo genannte Demarcations' oder Neutralitätslinie feftge-