Militär-Almanach 7. (Wien, 1796)

X. Franzosen-Krieg

-44 Sambre anfchicken. Aber auch hier konnte er nicht lange Stand halten, denn die Macht) des Feindes wuchs von Tag 7.u Tage , and ;da er gegen Ende des Monats mit einer Ar-, mée von 70000 Mann, und einer aufseror- dentlichen Menge Artillerie gegen Charleroy Janrückte , rauften die verbündeten Truppen fich allenthalben zurük ziehen. Hierauf wur , de d«iefe Stadt vom Feinde gänzlich einge fchloffen. I Sobald Se. Majefiät von der Gefahr diefes- ^ichtigen Poftens Nachricht bekamen , liefsen iSie frifche Truppen zur Unterfiiitznng anrü-! cken , und verfügten fich felbft aus Flandern dahin. Charleroy war fchon duroh 3 Tage lauf das heftigfie befchoffen worden , als die Iverbündete Armee unter dem Commando des Erbprinzen von Oranien und des F. Z. JVI.! Baron Allvintij am 2ten Junius in der Nacht zum Entfatz anrückte. Am 3ten in der Frühe .griffen die vereinigten Heere die franzöfifche jArmée in 5 Colonnen an. Der Feind focht, wüthend und fchlug den Angriff zweymal ab , aber endlich mufie er der Tapferkeit weichen , und wurde gänzlich gefchlagen.; Während der Schlacht 1-iefs der Feftungscom-j mandant alle Kanonen fpielen , und machte' einige kräftige Ausfälle. Auf diefe Weife wurde Charleroy entfetzt und der Feind mit vielem VerluJte über die Sambre getrieben.! Um ix Uhr zogen Se. Maj. der Kaifer, wel- | eher bey der Schlacht gegenwärtig waren, !

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