Militär-Almanach 7. (Wien, 1796)
X. Franzosen-Krieg
24 Í in den vielen blutigen Gefechten eine aus- ferordentliche Menge Menfchen verlobten , aber da he aus dem Innern von Frankreich immer neue Mannfchaft erhielten, fo wurde ihre Zahl anfiatt lieh zu vermindern, nur ■ noch vermehrt. Die verbündeten Truppenj konnten hingegen ihren ebenfalls beträchtlichen Verlud nicht fo leicht erfetzen , auch waren de nicht im Stande ihre ganze Macht zufammert zu ziehen , weil ein grofser Thor! derfelben, den Mofel - und Ardennen - Ar- méen die Spitze biethen , und der Überred als ; Befazung in den eroberten bedungen und als Obfervatiönsarmée im Hennegau verblei-i ben müde. Alles was unter dielen Umfiau- den gefchehen konnte , war, dem Feinde das! weitere Vordringen zu verhindern, ln diefer, Lage” befanden dich die Arméen in Flandern,! welche wir auf einen Augenblick verlaifen wollen , um uns auf eine andere Seite des niederländifchen Rriegstheaters zu wenden , wo unterdefTen Auftritte von nicht geringerer Wichtigkeit gefchahen. Schon im Monat April hatten lieh beträchtliche franzößfehe Truppenahtheilungen in der Gegend am Sambre Fluis z'iianimengezogen , um einen Einfall in das öfterrei- chifche Hennegau , und Namur zu unterneh-j men. Am 2 2ten liefs zwar der F. Z. M. Graf. Kaunitz mit 9 Bataillonen und 10 Esfeadro-j nen den verfchanzten Ott Solre le Chateauj und das Lager bey Colieret fo glücklich an-! m 3