Marisia - Maros Megyei Múzeum Évkönyve 13-14. (1984)

I. Arheologie

17 HIDRONIMUL MARIS = HIDRONIMUL MURES? 49 schreibender Geographie des „Vaters der Geschichte“, was den Westen und Norden betrifft, nicht über den Ostteil Munteniens — bereits den Oltfluß kannte er nicht — bzw. über die südlichen Hänge der Südkar­paten hinausgingen. Strabo (Geographia, VII, 3, 12—13) sagt in seiner Erwähnung über „ ... das Volk der Geten“, unter anderem, daß“ . .. durcjh ihr Land der Fluß Maräsos, der in die Donau mündet, fließt“. Die Behauptungen der zwei antiken Autoren stimmen demnach überein. Strabo spricht überdies von dem Land der Geten, nicht der Daker. Nach Meinung des Verfassers ist die Übereinstimmung von Herodots und Strabos Behauptungen kein bloßer Zufall, sondern widerspiegelt eine geographische Tatsache: der Maris potamos mündet wirklich in den Hister, also in die Untere Donau! Der nächste quasi antike Autor, Jordanes (6. Jh. u. Z.) hingegen erwähnt in seiner Getica, als er gewisse Ereignisse über den germani­schen Stamm der Vandalen erzählt, zweimal den Fluß Marisia: 1(113) „ ... Sie (nämlich die Vandalen) siedelten damals in Gebieten, wo heute die Gépidén leben, an den Flüssen Marisia, Miliare, Gilpil und Grisia.. .. (114) Während sich die Vandalen hier befanden, wurden von seiten Geberichs, des Gotenkönigs, der Krieg erklärt, am Ufer des obengenann­ten Flusses Marisia ...“. In diesem Kontext, wenn man einerseits die Flußnamen in Betracht zieht, zwischen denen auch Marisia erscheint, sowie die gegenwärtigen archäologischen Erkenntnisse andererseits, kann man nun wirklich von der Identität des Flußnamens Marisia mit dem heutigen Mure$ sprechen. Die gleiche Form begegnet auch in der Tabula Peutingeriana, wie im „Geographen aus Ravenna“ (IV, 14). Im Werk des Constantinos Porphy­­rogenetos erscheint die Variante Моргну)? (lies Morisis), was nach dem Sprachforscher N. Drägan die ungarische Form wiedergibt. Demnach besteht, nach Meinung des Verfassers, zwischen den übereinstimmenden Angaben Herodots und Strabos einerseits und späte­ren Berichten andererseits ein augenfälliger Widerspruch. M. Fluss, Au­tor des Artikels Maris in RE, sagt — indem er den Gedanken von anderen übernimmt — über den Fluß dieses Namens in Dakien, daß er bei Hero­­dot und Strabo irrtümlicherweise in die Donau, nicht in die Theiß münde. Die Dinge liegen aber vielleicht nicht ganz so; es ist wohl möglich, daß die beiden genannten Autoren gar keinen Fehler gemacht, sondern die reine Wahrheit wiedergegeben halben. Aufgrund von gewissen Feststellungen aus der antiken Geographie, die aber — leider — bis jetzt nicht für die Richtigstellung eines Irrtums der modernen Historiker ausgewertet wurden, ist es gewiß, daß es auf dem Gebiet Dakiens, genauer in den außerkarpatischen Gebieten Dakiens, wo nach der üblichen griechischen „Nomenklatur“ die Geten (homoglottoi, also gleicher Sprache wie die Daker) lebten, noch einen Fluß mit Namen Maris gab. Die Frage ist nun, welcher ist der Flüß, dessen Namen, wie es scheint, auf dem Gebiet Dakiens zweimal auftritt, was kein Ding der U* riete - I

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